Henry: "Wünsche mir elf Kapitäne"

5. September 2008, 20:00
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Frankreichs Stürmerstar über Österreich: "Sie sind schwer zu spielen, sie geben niemals auf und sie haben ein fantastisches Publikum - Interview

Wien - Er ist der Letzte, der übrig geblieben ist, von Frankreichs "Goldener Generation". 1998 hatte Thierry Henry mit den "Bleus" im eigenen Land den WM-Titel geholt, zwei Jahre später auch die EM gewonnen. Die enttäuschende EURO 2008 hat die französische Fußball-Nationalmannschaft nun zum längst fälligen Generationswechsel veranlasst. Henry ist der Führungsspieler einer neuen Generation, die sich am Samstag in Wien gegen Österreich erstmals beweisen muss - drei Fragen an den 31-jährigen Stürmerstar:

Welche Art von Spiel erwarten Sie gegen Österreich?

Henry: "Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Es stimmt, sie haben bei der EURO 2008 zwar zweimal verloren und einmal unentschieden gespielt - wir im Übrigen auch. Aber sie sind schwer zu spielen, sie geben niemals auf. Und sie haben breite Unterstützung durch ein fantastisches Publikum. Nach der WM 1998 haben wir auch hier gespielt (2:2), da habe ich das schon einmal gesehen."

Hat sich Ihre Rolle als neuer Teamkapitän geändert?

Henry: "Nicht unbedingt. Meine Rolle besteht natürlich darin, häufiger das Wort zu ergreifen. Ich spreche viel mehr auf dem Feld. Ich wünsche mir aber, dass elf Kapitäne auf dem Platz stehen. Es geht um die Mannschaft. Natürlich bin ich einer der älteren Spieler. Da muss man eben versuchen, den Jungen möglichst viel mitzugeben. Sie brauchen mich genauso wie ich sie."

Mit 103 Länderspielen und 45 Toren, hat man sich da noch irgendetwas zu beweisen?

Henry: "Man muss sich immer wieder neu beweisen und neue Ziele setzen. Die Erwartungshaltung ist immer sehr groß - auch an sich selbst. Das hat es mir in meiner Karriere auch ermöglicht, etwas zu erreichen. Der Fußball besteht zu einem sehr großen Teil daraus, sich selbst ständig zu hinterfragen. Man muss sowohl mit Erfolgen, als auch mit Misserfolgen umgehen können." (APA)

 

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    Henry: "Man muss sich immer wieder neu beweisen und neue Ziele setzen."

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