Hoffnung und Weltschmerz

5. September 2008, 17:41
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Martin Henrik Gustafsson ist ein finsterer Bruder - und steckt hinter dem Projekt "Boy Omega" - Am Samstag im Rockhouse Salzburg

Der Wikinger-Außenposten "Yeah!Club" wartet heute mit einem schwedischen Doppelpack auf. Hauptact ist Martin Henrik Gustafsson, der hinter dem Projekt Boy Omega steckt. Eigentlich sollte der 30-jährige Gustafsson ja Fußballer werden, eine angeborene Fußfehlstellung zwingt ihn immer wieder ins Krankenhaus, als Teenie bricht er sich beim Kicken zudem ein Bein - die Sportlerkarriere ist damit endgültig perdu. Es kommt, wie es kommen muss: Rockmusik wird zum neuen Hobby des Jünglings.

Mit Schulfreunden gründet er seine erste, von The Cure, New Order und Duran Duran inspirierte Band. 2000 beginnt er Songs zu schreiben, die er unter Boy Omega auf seinem Rechner speichert. Der fleißige Arbeiter hat seit 2004 vier reguläre sowie etliche Tour-only-CDs und Sampler-Beiträge veröffentlicht. Von süßen Popsongs über dusterschwarzen Lo-Fi-Folk bis zu dramatisch-dynamischen Befindlichkeitsepen mit Streichern oder elektronischen Schnipseln reicht der stilistische Bogen.

Gustafsson zelebriert Trauer und Melancholie, kein Wunder, dass The Cure noch immer zu seinen Vorbildern gehört. Dennoch heißt sein letztes, auf Glitterhouse erschienenes Album "Hope On The Horizon" . Heute, Samstag, darf zumindest auf einen soliden Live-Auftritt gehofft werden. Neben diversen heimischen und deutschen Combos sowie DJs gastiert noch ein weiterer Musiker aus Göteborg im Yeah!Club: Martin Lundmark aka "Peterbilt" . Skol. (dog, DER STANDARD/Printausgabe, 06./07.09.2008)

>> Salzburg Rockhouse, (0662) 88 49 14, 6. 9. 20.30

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    foto: rockhouse
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