Überschätzte Grippeimpfung

7. September 2008, 18:34
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Kanadische Studie führt geringeres Sterberisiko bei Senioren auf ihr Gesundheitsbewusstsein zurück

Washington - Der Schutzeffekt der Grippeimpfung für Senioren könnte weit überschätzt worden sein: Eine kanadische Studie kommt zu dem Schluss, dass die oft vorgebrachte Behauptung, die Vakzine senke die Mortalität alter Menschen um die Hälfte, maßlos übertrieben sei. Verantwortlich für solche Untersuchungsresultate ist demnach der Umstand, dass sich rüstige alte Menschen eher impfen lassen als kranke Senioren.

Zudem sind jene Personen, die das Impfangebot annehmen, generell gesundheitsbewusster. Sie essen gesünder, bewegen sich mehr, rauchen seltener und trinken weniger Alkohol, wie Untersuchungsleiter Dean Eurich von der Universität von Alberta betont.

Untersuchung

In den vergangenen Jahren stieg die Impfrate unter US-Senioren von 15 auf 65 Prozent. Der Epidemiologe untersuchte nun den Schutzeffekt der Impfung außerhalb der Grippesaison. Dazu analysierte er die Daten von rund 700 Patienten, die in Kliniken der Provinz Alberta mit einer Lungenentzündung, der häufigsten Komplikation einer Grippe, eingeliefert wurden. Eine Hälfte der Personen war geimpft, die andere nicht.

Zwar war bei den geimpften Patienten das Sterberisiko tatsächlich nur halb so hoch wie bei den Ungeimpften. Dies lag aber weniger an der Impfung, sondern hauptsächlich an dem besseren Gesundheitszustand der Patienten. Die Impfung selbst bot nur geringfügigen Schutz, wie Eurich im "American Journal of Respiratory Medicine" schreibt. Erst kürzlich war eine große amerikanische Studie zu einem ähnlichen Resultat gelangt. (APA/AP)

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    Grippeimpfung: Der Schutzeffekt für Senioren soll weit überschätzt worden sein.

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