Prominente Unterstützung für Napoli

5. September 2008, 13:58
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Regierungschef gegen Stadionsperre - Lokale Fanclubs wollen entstandenen Schaden wieder gut machen

Neapel - Der SSC Napoli und zahlreiche Fußballfunktionäre sind gegen ein Spiel unter Ausschluss des Publikums in Neapel. "Wenn sie das Stadion schließen, gehe ich nach Hause", drohte Napoli-Trainer Edy Reja. Die lokalen Fanclubs kündigten unterdessen an, für den entstandenen Schaden an dem demolierten Zug aufkommen zu wollen. "Zum Wohle des SSC Napoli sind wir zu diesem Opfer bereit", erklärten die Fans der Presse. Die bisher genannte Schadenssumme von 500.000 Euro erscheine ihnen allerdings überzogen.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich ebenfalls gegen eine Stadionsperre ausgesprochen. "Den Club trifft keine Schuld an den Geschehnissen vom vergangenen Sonntag", sagte Berlusconi nach einem Bericht der "La Gazzetta dello Sport" (Freitagausgabe). Der Club könne nicht für einige hundert Randalierer unter den Neapel-Fans verantwortlich gemacht werden.

Aus diesem Grund plädierte Berlusconi dafür, dass über Napolis nächstes Heimspiel am 14. September gegen den AC Fiorentina kein Publikumsverbot verhängt werden sollte. Die endgültige Entscheidung trifft das Innenministerium am kommenden Montag.

Während eine Stadionsperre gegen den SSC Napoli also immer unwahrscheinlicher wird, hält die Regierung in Rom am Mitreiseverbot für Fans des Clubs zu Auswärtsspielen für die gesamte Saison fest. "Dies ist der richtige Weg", betonte Berlusconi. Im Kampf gegen Randale rund um die Fußballspiele solle sich Italien England zum Vorbild nehmen. "Wir könnten einige Maßnahmen übernehmen, die gegen die Hooligans ergriffen wurden. In den englischen Stadien ist das Problem definitiv gelöst", sagte der Besitzer des AC Milan. (APA/dpa)

 

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