Opposition lehnt Referendum ab

5. September 2008, 12:58
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Blockade des Regierungsgebäudes hält schon fast zwei Wochen an - Schüsse auf Studenten verschärfen Krise

Bangkok - Tausende oppositionelle Demonstranten haben am Freitag in Bangkok ihre Ablehnung eines von Ministerpräsident Samak Sundaravej vorgeschlagenen Referendums zur Lösung der politischen Krise in Thailand zum Ausdruck gebracht. Schon seit elf Tagen halten Regierungsgegner, darunter Studenten, Hausfrauen und Pensionisten, den Regierungssitz und angrenzende Straßenzüge im Herzen der thailändischen Hauptstadt besetzt.

Die Anhänger der Protestbewegung wollen sich erst dann zurückziehen, wenn Premier Samak zurücktritt. Das lehnt dieser jedoch kategorisch ab. Er hat stattdessen ein Referendum über seinen Verbleib im Amt vorgeschlagen. Doch die Gegner des Regierungschefs, die besonders im reichen Bangkok zahlreich sind, beharren auf dessen Abgang.

Schüsse auf Studenten verschärfen Krise

Schüsse auf eine Kundgebung von Studenten vor dem Haus von Ministerpräsident Samak Sundaravej haben indessen die politische Krise in Thailand weiter verschärft. Zwei Studenten wurden dabei am Donnerstagabend leicht verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie forderte die Studenten gleichzeitig auf, auf weitere Proteste zu verzichten, damit die Lage nicht noch weiter eskaliere.

Anhänger der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PDA) blockieren schon seit fast zwei Wochen Regierungsgebäude in Bangkok, um den Rücktritt von Samak zu erzwingen. Dieser hat inzwischen den Notstand ausgerufen, auf weitere Maßnahmen aber bislang verzichtet. (APA/AP)

 

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