Obama reagiert gelassen auf Palins Angriffe

5. September 2008, 06:14
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Demokraten werfen republikanischer Vizepräsidentschaftskandidatin Unehrlichkeit vor

Pittsburgh - Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat gelassen auf die Angriffe der Vize-Präsidentschaftskandidatin seines Konkurrenten John McCain auf seine Person reagiert. "Ich lasse Gouverneurin Palin über ihre Erfahrung sprechen. Ich werde über meine sprechen", sagte Obama am Donnerstag.

"Obamas Lebenslauf verzerrt dargestell"

Sein Chefstratege David Axelrod hatte hat der von den Republikanern auf deren Nominierungsparteitag gefeierten Palin zuvor Unehrlichkeit vorgeworfen: Sie und andere Redner hätten Obamas Lebenslauf verzerrt dargestellt. "Nichts von dem, was sie über Obama oder seine Vorschläge gesagt hat, ist wahr", erklärte er. "Sie versuchte, Senator Obama anzugreifen, indem sie sagte, er habe keine größeren Leistungen als Abgeordneter vorzuweisen. Vielleicht hat man ihr das so gesagt."

Der Wahlkampfstratege legte damit nahe, Palin habe nur das wiederholt, was ihr das Partei-Establishment vorgesagt habe. Damit erscheine die Gouverneurin von Alaska selbst unglaubwürdig: "Für jemand, der betont, nicht von Washington zu sein, hat sie ganz schön den Eindruck erweckt, dass sie sich hier sehr gut einfügen wird."

"Beeindruckenden Rede"

Obamas Vizepräsidentschaftskandidat Joseph Biden gratulierte Palin zu einer beeindruckenden Rede, warf ihr aber zugleich vor, wichtige Themen gar nicht angesprochen zu haben. "Ich habe den Begriff 'Mittelschicht' kein einziges Mal gehört, ich habe das Wort Gesundheitswesen nicht einmal gehört. Ich habe auch kein einziges Wort darüber gehört, wie wir mit der Immobilienkrise, Hochschulwesen und all den Dingen machen werden, die jetzt die Mittelschicht belasten", sagte Biden. (APA/AP)

 

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