Pensionskassen im Minus

4. September 2008, 19:28
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Die Performance der österreichischen Pensionskassen befindet sich auf einem immer noch nicht ausgestandenen Tiefpunkt

Wien - Die Performance der österreichischen Pensionskassen befindet sich auf einem immer noch nicht ausgestandenen Tiefpunkt, und die Reserven sind weitgehend ausgeschöpft. Das ergab eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer.

Um dem entgegenzusteuern, brauche es aber kein Garantieprodukt, wie es die Arbeiterkammer zuletzt gefordert hatte. Die Pensionskassen sollten keine zweite betriebliche Kollektivversicherung werden, teilt Mercer am Donnerstag mit. Auch der Gesetzgeber sei gefordert und müsse die Anzahl der betrieblich Pensionsversicherten heben.

Im ersten Halbjahr 2008 betrug das Performance-Minus laut Studie bei allen offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften, unabhängig von Veranlagungsstrategie, 4,54 Prozent. Betrachtet man ausschließlich die überbetrieblichen Kassen, verschlechtert sich der Wert auf minus 4,65 Prozent. In schwierigen Zeiten könne "adäquates Veranlagungsmanagement" aber den Schaden begrenzen oder vermeiden, heißt es.

Um die zweite Säule des heimischen Pensionswesens nachhaltig zu stärken, sei auch der Abbau steuerlicher Hürden bei der Einzahlungsmöglichkeit in die Pensionskasse durch Arbeitnehmer notwendig. Einen Aufholbedarf gebe es auch bei der Umwandlung von Prämien im Rahmen einer Pensionskassenlösung. (APA)

 

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