Kriegsfotografin Demulder bei Paris gestorben

4. September 2008, 16:51
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Sie gewann als erste Frau 1976 den World Press Photo Award

Paris - Francoise Demulder, eine der berühmtesten Kriegsfotografinnen der Welt, ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Sie erlag gestern, Mittwoch, einem Herzanfall in einem Krankenhaus bei Paris, wie ihre langjährige Freundin und Kollegin Genevieve Lamouroux der AP am Donnerstag bestätigte.

Weltbekannt wurde Demulder 1976, als sie als erste Frau den renommierten World Press Photo Award gewann. Ausgezeichnet wurde sie für ein bewegendes Schwarz-Weiß-Foto einer Palästinenserin, die vor einem maskierten Extremisten im brennenden Beirut verzweifelt die Hände ausbreitet.

Frankreich habe eine "bemerkenswerte Frau, eine großartige Fotografin und Kriegsreporterin mit größtem Mut verloren", erklärte Kulturministerin Christine Albanel. Die "Fifi" genannte Demulder war schon im Alter von 19 Jahren mit der Kamera in der Hand nach Vietnam aufgebrochen. Drei Jahrzehnte lang hielt sie Konflikte von Kambodscha über den Libanon bis zum Irak fest, ihre Bilder erschienen unter anderem in "Time", "Life" und "Newsweek". Nach einer Krebsbehandlung 2003 blieb sie gelähmt und konnte ihren Beruf nicht mehr ausüben. (APA/AP)

 

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