Grazer Innovationskongress: Web 2.0 für Unternehmer und "Frühstücker"

4. September 2008, 13:50
posten

"Triple-I" noch bis Freitag in der Stadthalle Graz - "Wenn Sie morgens ihrem Partner Frühstück ans Bett bringen, fragen Sie dann auch, ob er oder sie überhaupt Müsli mag und wenn ja, welche Schlüsse ziehen Sie aus der Antwort?"

Beim Innovationskongress "Triple-I" in der Grazer Stadthalle bis Freitag, 5. September, haben Experten am Donnerstag über die Vorzüge des sogenannten Web 2.0 referiert. Dabei wurde dem Publikum der Zusammenhang von Frühstück ans Bett und User-Voting von einem deutschen Unternehmen präsentiert, während eine Grazer Firma ihr "Corporate Web 2.0" vorstellte.

Welche Schlüsse zieht man?

"Wenn Sie morgens ihrem Partner Frühstück ans Bett bringen, fragen Sie dann auch, ob er oder sie überhaupt Müsli mag und wenn ja, welche Schlüsse ziehen Sie aus der Antwort?" Mit diesen Worten eröffnete Gabriele Steg, Geschäftsführerin von "edicos websolutions", ihren Vortrag und fragte weiter: "Warum fragen Sie nicht auch Ihre Mitarbeiter auf die selbe Weise? Fragen Sie sie zum Beispiel, was sie vom Intranet ihres Unternehmens halten?" Mit diesem Hintergrund entwickelte das deutsche Unternehmen gemeinsam mit dem "Know-Center Graz" das "Quality Feedback" ein Voting Toolset. Damit kann in einzelne Inter- oder Intranetseiten eine Umfrage-Box eingefügt werden, mit der Mitarbeiter über den zuvor gelesenen Artikel abstimmen können.

Web als Plattform

Die Auswertung kann dem Unternehmer Aufschlüsse über Verbesserungspotenzial geben. Der Grazer Geschäftsführer von "Succon", Werner Schachner, versuchte Web 2.0 in Zusammenhang mit Unternehmen zu stellen. Das Ergebnis nennt sich "Corporate Web 2.0" und setzt sich aus sechs Prinzipien des Web 2.0 und dem Business-Kontext zusammen. Zu den sechs Prinzipien zählte Schachner das Web als Plattform, die Beteiligung der User, die verteilte Managementfunktion und die geteilten Nutzungs- und Verwertungsrechte sowie die Nutzung kollektiver Aktivität und der gesteigerte Wert von Daten. Diese erklärte der Experte anhand von verschiedenen Unternehmensaufritten im Internet, um zu dem Schluss zu kommen, dass jede Firma den Nutzen von Web 2.0-Applikationen für sich filtern muss. Bei dem jährlich stattfindenden Kongress in der Grazer Stadthalle kommen rund 700 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, um neue Lösungen im Umgang mit Wissen zu präsentieren. Das Motto dabei lautet "Industry meets Science", so Organisator Alexander Stocker. Der Kongress wurde in Kooperation mit der APA - Austria Presse Agentur, Brockhaus und dem "Know-Center Graz" auf die Beine gestellt.(APA)

Share if you care.