Die Euro-Gruppen im Überblick

4. September 2008, 13:03
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Am Samstag und Mittwoch steigen die ersten vollständigen Qualifikations-Runden im Rennen zur Endrunde in Südafrika

Gruppe 1: Mit EM-Teilnehmern Portugal und Schweden gibt es zwei Favoriten auf den Gruppensieg, gefährlich könnte dem Duo  Dänemark werden. Die Skandinavier stehen nach verpassten Teilnahmen an der WM 2006 und der EURO 2008 unter Erfolgsdruck, während Schweden den sechsten WM-Auftritt in Serie anpeilt. Portugal gegen Dänemark am kommenden Mittwoch in Lissabon dürfte auch der erste Härtetest in diesem Pool sein. Zünglein an der Waage könnten in Heimspielen Ungarn und Albanien  sein, Malta gibt wohl den Punktelieferanten ab.

Gruppe 2: Griechenland, die Schweiz und Israel bilden das Top-Trio. Trotz der enttäuschenden EURO vertraut Trainer Otto Rehhagel bei den Hellenen weiter auf seine Altstars, er berief vor den Auftritten gegen die Underdogs Luxemburg und Lettland mit Sotiris Ninis (18/Panathinaikos) und Sokratis Papastathopoulos (20/FC Genoa) aber zumindest zwei Talente ein. Sechstes Team in der Gruppe ist Moldawien.

Gruppe 3: Tschechien gegen die Slowakei lautet in dieser Gruppe das Bruderduell, das schon in der letzten EM-Quali auf dem Programm stand. Unter dem nunmehrigen ÖFB-Coach Karel Brückner setzten sich die Tschechen damals zweimal klar durch. Die in Quali-Bewerben starken Polen, die unberechenbaren Nordiren, Slowenien sowie San Marino komplettieren das Feld. Erste Bewährungsprobe für die nun von Petr Rada betreuten Tschechen ist der mittwöchige Auftritt in Belfast.

Gruppe 4: Vizeeuropameister Deutschland gegen den EM-Halbfinalisten Russland lautet das vorprogrammierte Duell um die Spitze. Auf die DFB-Auswahl wartet ohne den verletzten Kapitän Michael Ballack, aber mit der neuen Nummer 1 Robert Enke, am Samstag Aufwärmgegner Liechtenstein, ehe es nach Helsinki geht. "Die Zielsetzung ist klar: Gegen Liechtenstein wollen wir gewinnen, in Finnland wird das schwer", meinte Bundestrainer Joachim Löw. Russland steigt erst Mittwoch mit einem Heimauftritt in Moskau gegen Wales ein. Mit von der Partie ist in dieser Gruppe auch Aserbaidschan.

Gruppe 5: Mit Europameister Spanien und der Türkei befinden sich die beiden anderen Top-Teams der EURO 2008 in diesem Pool. Die Iberer starten mit Heimauftritten gegen Bosnien-Herzegowina und Armenien in die Quali, die Türken sind in Armenien und am Mittwoch in Istanbul gegen Belgien im Einsatz. Bei beiden Teams darf mit sechs Zählern nach den ersten beiden Partien gerechnet werden. Der erste direkte Vergleich geht erst Ende März 2009 über die Bühne. Während Belgien und Bosnien vielleicht überraschen können, gilt neben Armenien auch Estland als chancenlos.

Gruppe 6: Mit Kasachstan beherbergt diese Gruppe den ersten Spitzenreiter der europäischen WM-Quali. Die Kasachen setzten sich bereits Ende August gegen Andorra 3:0 durch und thronen vorerst auf Platz 1. Bereits am Samstag dürfte sich dies nach dem Auftritt in Kroatien ändern. Ein Deja-vu streben die Balkan-Kicker vier Tage späten an, wenn wie in der EM-Quali England zu Gast im Maksimir-Stadion in Zagreb ist. Mit einem 0:2 setzte es für die "Three Lions" im Oktober 2006 den ersten Tiefschlag im schließlich verpassten Rennen um einen EURO-Startplatz in Österreich und der Schweiz. Das 2:3 im Oktober 2007 im Wembley gegen Kroatien verurteilte die Engländer endgültig zu EM-Zuschauern. Die Ukraine und Weißrussland komplettieren das Tableau.

Gruppe 7: In der Österreich-Gruppe sind mit Vize-Weltmeister Frankreich und Rumänien zwei (erfolglose) EURO-Teilnehmer am Start. Dritter Anwärter auf einen Top-Rang ist Serbiens Auswahl, die nach dem Probegalopp gegen die Färöer am Mittwoch in Paris auf die "Bleus" trifft. Rumänien empfängt zum Auftakt Österreichs kommenden Gegner Litauen und ist danach spielfrei.

Gruppe 8: Weltmeister Italien kann mit der Auslosung zufrieden sein. Bulgarien und Irland gelten als härteste Konkurrenz, der samstägige Auftaktgegner Zypern zeigte zuletzt aber auf Klub-Ebene seine Potenz. Das krisengeschüttelte Georgien bestreitet die erste Partie gegen die Iren in Mainz. Das seit 2006 unabhängige Montenegro absolviert den ersten Auftritt auf internationaler Pflichtspiel-Bühne in Podgorica gegen Bulgarien. "Unsere Ambitionen sind, die Gruppe so lange es geht offen zu halten. Aber es wäre vermessen, Versprechungen zu machen", meinte Montenegros Verbandspräsident und ehemalige Starkicker mit Rapid-Vergangenheit, Dejan Savicevic.

Gruppe 9: Auch hier ist der Favorit mit den Niederlanden klar, um den zweiten Rang in der einzigen Fünfer-Gruppe kündigt sich ein Zweikampf Norwegens mit Schottland an. Sowohl die Skandinavier, als auch die Briten treffen in den ersten beiden Spieltagen auf die kampfstarken Isländer. Die Niederländer, die am Samstag in Eindhoven gegen Australien testen, bestreiten ihren ersten Auftritt am Mittwoch in Mazedonien. In Abwesenheit des verletzten Wesley Sneijder soll dessen Klubkollege bei Real Madrid, Rafael van der Vaart, im Verbund mit Team-Rückkehrer Mark van Bommel und Nigel de Jong Regie führen.

 

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    Auch wieder da, und zwar diesmal in Albanien: Arie Haan.

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