Anzengruber behält Finanz-Agenden in der Hand

4. September 2008, 12:02
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Der künftige Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber wird - wie schon sein Vorgänger Michael Pistauer - selbst die Finanz-Agenden in der Hand behalten

Wien - Der künftige Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber wird - wie schon sein Vorgänger Michael Pistauer - selbst die Finanz-Agenden in der Hand behalten. Auch bei seiner früheren Heimat, dem Salzburger Kranhersteller Palfinger, war Anzengruber bereits CEO und CFO in einer Person gewesen. Der Verbund-Aufsichtsrat hat am Donnerstag im Einvernehmen mit dem Vorstand die Agenden in der Chefetage des größten österreichischen Stromkonzerns ab Jänner 2009 fixiert.

Dipl.-Ing. Anzengruber, der diesen Freitag 52 Jahre alt wird, wird neben Strategie und Kommunikation außerdem für die Austrian Thermal Power (ATP) und für die voriges Jahr gegründete Verbund-Tochter Austrian Renewable Power (ARP) verantwortlich sein.

Bis Ende 2008 führt noch Dr. Pistauer, der Mitte Dezember 65 Jahre alt wird, den Verbund-Konzern als CEO und CFO.

Geschäfteverteilung

Johann Sereinig (56) bleibt wie bisher Vize-Vorstandsvorsitzender des Verbund und wird weiterhin für den Bereich Handel und Vertrieb (Austrian Power Sales und Austrian Power Trading) zuständig sein.

Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (51) wird per 1. Jänner 2009 im Vorstand des Verbund für die Austrian Hydro Power (AHP), also die Wasserkraft und damit den Schwerpunkt der Wertschöpfung des Konzerns verantwortlich zeichnen. Zudem ist sie auch weiterhin für Recht und EU-Lobbying zuständig, hieß es am Donnerstag aus dem Unternehmen.

Mag. Christian Kern (42) wird wie bisher für die Verbund International - und damit etwa auch für Mergers und Akquisitions im Ausland - zuständig sein und übernimmt obendrein die Zuständigkeit für die Netztochter Austrian Power Grid (APG), die derzeit bei Baumgartner-Gabitzer liegt.

Der Beschluss zum Punkt Geschäftsverteilung im Vorstand wurde in der heutigen AR-Sitzung nach nicht einmal einer halben Stunde einstimmig gefasst. (APA)

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    erbund-Chef Wolfgang Anzengruber

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