Petraeus glaubt an Rückzug von US-Kampftruppen aus Bagdad im Juli

5. September 2008, 10:06
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Chef der US-Streitkräfte hegt "eine gewisse Hoffnung" für den Irak

London - Der scheidende Chef der US-Streitkräfte im Irak, David Petraeus, hält einen Rückzug von US-Kampftruppen aus der irakischen Hauptstadt Bagdad im Juli 2009 für möglich. Die Bedingungen erlaubten diesen Schritt, sagte der General der britischen Zeitung "Financial Times" vom Donnerstag. Die Zahl der Angriffe in Bagdad liege in den vergangenen Wochen bei nur noch etwa fünf pro Tag.

"Gewisse Hoffnung"

Seit seinem Amtsantritt im Februar 2007 habe der Irak sich "dramatisch" verändert, sagte Petraeus, der das Kommando der US-Truppen im Irak abgibt. Es sehe nun "eine gewisse Hoffnung", die es vor 19 Monaten noch nicht gegeben habe. Dennoch bestünden weiterhin "zahlreiche Herausforderungen", wie etwa der ungelöste Status der ölreichen Region Kirkuk sowie ethnische und religiöse Spannungen, fügte der US-General hinzu.

Petraeus wird neuer Oberbefehlshaber aller US-Streitkräfte im Nahen Osten und in Zentralasien. Er folgt als Chef des US-Zentralkommandos (Centcom) auf Admiral William Fallon. Auf diesem Posten wird Petraeus unter anderem die Verantwortung für die Einsätze im Irak und in Afghanistan tragen. (APA)

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