Firmen wandern nach Osteuropa ab

4. September 2008, 09:37
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Während die Leasing­branche in Österreich nur verhalten wächst, können die Auslandstöchter beim Neugeschäft hinter den Landesgrenzen zulegen

Wien - Angesichts der abflauenden Konjunktur musste sich die österreichische Leasing-Branche im ersten Halbjahr mit einer "verhaltenen" Entwicklung begnügen und erwartet für das Gesamtjahr beim Neugeschäft lediglich eine Steigerung "über der Inflationsrate". Dies sagt Rudolf Fric, der Präsident des Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL), in der "Wiener Zeitung" (Donnerstag).

Konjunkturprobleme

Im Vorjahr konnte immerhin noch ein Wachstum von 8,3 Prozent erzielt werden. Nach 6,5 Mrd. Euro Neugeschäft im Jahr 2007 dürfte dieses heuer zwischen 6,5 und 7 Mrd. Euro ausmachen. Schuld an der mäßigen Entwicklung sind laut Fric Konjunkturprobleme.

VÖL-Vizepräsident Karlheinz Sandler weist auf "leicht rückläufige" Tendenzen im Kfz-Leasing hin. Schon 2007 musste die Branche hier einen Rückgang bei der Zahl neu abgeschlossener Verträge hinnehmen. Der Trend zu spritsparenden, kleineren - und damit billigeren - Autos dürfte sich aber nun auch deutlich auf das Finanzvolumen des Neugeschäfts durchschlagen. Sandler erwartet hier keine Steigerung. 2007 konnte im Kfz-Bereich ein Neugeschäftsvolumen von 3,5 Mrd. Euro erzielt werden.

Hoffnungsvoller blicken die heimischen Leasing-Firmen über die Landesgrenzen hinaus. 2007 konnten die diversen Auslandstöchter beim Neugeschäft einen Zuwachs von 38 Prozent auf 15,2 Mrd. Euro verbuchen - 13,7 Mrd. Euro davon in Osteuropa. Die dortigen Tochterfirmen würden mittlerweile das Österreich-Geschäft subventionieren, wird Fric zitiert. (APA)

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