Wiener Börse schließt am Donnerstag sehr schwach

4. September 2008, 17:48
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US-Vorgaben und EZB drücken auf Kurse - AUA unter Druck - Banken sehr schwach

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei gutem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX rutschte um 125,23 Punkte oder 3,52 Prozent auf 3.437,22 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 118 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.555 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -2,10 Prozent, DAX/Frankfurt -2,90 Prozent, FTSE/London -2,21 Prozent und CAC-40/Paris -3,21 Prozent.

Europaweit wurden die Kursabschläge im Sog einer schwächer werdenden Wall Street im Verlauf deutlich ausgeweitet. Auch die gekürzten Wachstumsprognosen im Euro-Raum für heuer und das nächste Jahr durch die EZB verschärften die schlechte Stimmung.

In Wien kam die AUA-Aktie nach den jüngsten Kursgewinnen deutlich unter Druck und gab um zwölf Prozent auf 6,25 Euro nach (2.399.013 Stück). Im Verlauf rutschten die Titel um mehr als 20 Prozent ab. Unter dem Einfluss unterschiedlicher Spekulationen um den Stand der Verkaufsgespräche zeigt sich die Aktie aktuell sehr volatil, hieß es im Handel.

Bankenwerte tiefrot

Tiefrot präsentierten sich auch die Bankenwerte. Erste Group und Raiffeisen International (RI) sackten jeweils um fünf Prozent auf 39,69 Euro bzw. 71,75 Euro ab. Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) starteten die Bewertung der RI-Aktien mit "Kaufen" und errechneten ein Kursziel von 95 Euro.

OMV ermäßigten sich um 3,30 Prozent auf 39,90 Euro (897.067 Stück). Damit gingen die Papiere des heimischen Öl- und Gasunternehmens bis dato jeden Tag in der aktuellen Handelswoche mit einem klaren Abschlag aus dem Börsengeschäft.

Herbe Rückgänge von jeweils mehr als fünf Prozent mussten auch Immoeast, Immofinanz und voestalpine hinnehmen. Böhler-Uddeholm-Papiere zeigten sich am letzten Handelstag mit plus 0,75 Prozent auf 73,56 Euro (341.503 Stück). Die Totalübernahme des Edelstahlkonzerns durch die voestalpine ist nun "amtlich": Die Böhler-Aktien verschwinden ab dem morgigen Freitag vom Kurszettel.

Stark aufzeigen konnten erneut Polytec mit plus 8,45 Prozent auf 10,52 Euro (705.742 Stück). Die Experten der UniCredit haben das Kursziel für die Aktien des Autozulieferbetriebes von 12 auf 15,50 Euro angehoben und das Anlagevotum "buy" bestätigt. Bereits am Mittwoch schossen die Papiere um mehr als 17 Prozent in die Höhe.

SkyEurope gewannen 33,33 Prozent auf 0,72 Euro an Höhe (472.001 Stück). Die slowakische Billig-Airline hat im August um 3,4 Passagiere mehr transportiert. Die Auslastung verminderte sich jedoch.

 

Die zehn größten Kursgewinner

1. SKYEUROPE HOLDING AG +33,33 Prozent

2. POLYTEC HOLDING AG +8,45 Prozent

3. ATB AUSTRIA ANTRIEBSTECHNIK AG +6,67 Prozent

4. UNTERNEHMENS INVEST AG +6,39 Prozent

5. TEAK HOLZ INT. AG +3,54 Prozent

6. SW UMWELTTECHNIK AG +2,59 Prozent

7. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG +2,24 Prozent

8. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +1,91 Prozent

9. UNIQA VERSICHERUNGEN AG +1,26 Prozent

10. BRAIN FORCE HOLDING AG +1,26 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. AUSTRIAN AIRLINES AG -11,97 Prozent

2. IMMOEAST AG -5,80 Prozent

3. WIENERBERGER AG -5,54 Prozent

4. IMMOFINANZ AG -5,47 Prozent

5. VOESTALPINE AG -5,44 Prozent

6. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -5,03 Prozent

7. ERSTE GROUP BANK AG -5,02 Prozent

8. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -4,60 Prozent

9. STRABAG SE -4,43 Prozent

10. OESTERR. POST AG -4,13 Prozent (APA)

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