Gewerkschaft fordert Aufnahme der Gehaltsverhandlungen

4. September 2008, 07:31
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Schieder will "zeitgerecht" zu Verhandlungen einladen - Gehaltsabschluss soll am 1. Jänner 2009 wirksam werden

Wien - Die Beamten haben die Regierung zur Aufnahme der Gehaltsverhandlungen aufgefordert. In einem Brief an Beamten-Staatssekretär Andreas Schieder ersucht der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, die Verhandlungen "so rechtzeitig einzuleiten, dass das Wirksamwerden des neuen Gehaltsabschlusses mit dem 1. Jänner 2009 gesichert ist". Schieder will nun "zeitgerecht" zu Verhandlungen einladen, wie es auf Anfrage der APA in seinem Büro hieß. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht.

Inflationsanpassung

Eine konkrete Forderung nennt die GÖD in dem der APA vorliegenden Schreiben traditionellerweise nicht. Sie verlangt vorerst nur eine Erhöhung der Bezüge unter Berücksichtigung der Abgeltung der Inflation und des Wirtschaftswachstums. Als Grundlage sollen die Berichte der Wirtschaftsforschungsinstitute und der Statistik Austria über die abgerechnete Inflationsrate und das Wirtschaftswachstum vom Oktober 2007 bis September 2008 herangezogen werden. Konkretisieren will die GÖD ihre Forderung dann im Zuge der Verhandlungen.

Schieder geht davon aus, dass er trotz der Neuwahlen die Verhandlungen auch zu Ende führen werde. Er verweist darauf, dass die jetzige Regierung nach den üblichen Usancen bis zur Angelobung eines neuen Kabinetts vom Bundespräsidenten mit der Fortführung der Amtsgeschäfte betraut wird.

Für heuer hatten die rund 400.000 Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes eine Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent erhalten. Dazu gab es im Mai eine Einmalzahlung von 175 Euro. Insgesamt stiegen damit die Gehälter damit zwischen 2,8 und 3,8 Prozent, im Schnitt um 3,3 Prozent. (APA)

 

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