"Das Brennende sind die Mietschulden"

04. September 2008 18:53
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    Foto: cremer

    Arbeiten hinterm Schuldenberg: Ute Bock

Grundversorgung decke Mieten nicht ab, dazu kämen angehäufte Stromrechnungen - bei gleich bleibenden Einnahmen

Wien - Angehäufte Energierechnungen und unzureichende Zuschüsse vom Staat: Das seien die Hauptgründe für die Überschuldung ihres Vereins, konkretisierte Flüchtlingsbetreuerin Ute Bock im derStandard.at-Gespräch.

Grundversorgung deckt Miete nicht

Der hohe Schuldenstand sei "nichts Neues", betont Ute Bock, "das war letztes Jahr genauso." Was sich geändert habe, sei die monatliche Neuverschuldung: "Das Brennende sind die Mietzahlungen." Nachdem eine Reihe von AsylwerberInnen ihren Platz in einem ehemaligen Schwesternheim im 14. Bezirk verloren hatten, weil man ihre Wohnungen dem Fonds Soziales Wien (FSW) für obdachlose ÖsterreicherInnen überlassen wollte, bekam Ute Bock im Vorjahr dafür FSW-Wohnungen im Meidlinger Kabelwerk zur Verfügung gestellt. Der Haken: Während im Schwesternheim bis zu vier Menschen pro Wohnung schlafen konnten, gilt im Kabelwerk eine Zwei-Personen-Obergrenze. Mit finanziellen Konsequenzen: "Für zwei Personen kriege ich 220 Euro Grundversorgung. Eine Wohnung kostet im Monat aber 430 Euro Miete", sagt Bock. Die übrigen 210 Euro muss sie aus der eigenen Tasche zahlen. Bei 26 Wohnungen sind das 5460 Euro im Monat.

Dazu kommen Zahlungen für Altlasten: 2000 Euro monatlich muss Bock der Wien Energie für angehäufte Stromrechnungen abstottern. Auf der Einnahmenseite habe sich jedoch wenig geändert, sagt Bock, die Zuflüsse aus Spenden und Grundversorgung seien gleichgeblieben.

Angebot abgelehnt

Zum Angebot des FSW, der Ute Bock bereits 34 Alternativplätze für Kabelwerk-BewohnerInnen zugesagt hatte, meint die Flüchtlingshelferin: "Das stimmt. Aber ich kann nicht Leute, die schon normal gewohnt haben, wieder zurück ins Heim schicken. Das bringe ich nicht übers Herz." FSW-Geschäftsführer Peter Hacker hatte am Donnerstag seine Verwunderung über den Schuldenstand des Vereins geäußert, Ute Bock habe auf sein Angebot bisher nicht reagiert.  (Maria Sterkl, derStandard.at, 4.9.2008)

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Martin Sommerfeld
07.09.2008 18:35

wäre der Verein ein Unternehmen, müsste sich Frau Bock wegen fahrlässiger Krida vor Gericht verantworten. so ist sie fein raus und am Ende des Tages wird, nach ein wenig medialer Aufregung, der Steuerzahler für ihre Misswirtschaft gerade stehen...

carosita
06.09.2008 13:35
rettet den verein ute bock

es gibt eine internetsite und eine online petition zur rettung des vereins ute bock. helfen wir der helferin, damit die menschen, die nicht wie wir auf die butterseite des lebens gefallen sind hilfe bekommen.
bitte link kopieren und im browser einfügen.
http://rettet-verein-ute-bock.at
und
http://www.gopetition.com/petitions... n-ute-bock

danke!

Michel Berger
06.09.2008 01:59
Im ZiB-Interview

schwafelte Frau Bock dauernd von einer Mutter mit sieben Kindern.
Dazu zwei Fragen:
Wo treibt sich der Erzeuger herum und würde der ev. auch zu seiner Verantwortung stehen?

Sind der Frau Bock momentan ihre strammen nigerianischen "Buam" eher peinlich, daß sie von denen niochts erzählt?

Christoph ************
07.09.2008 20:07

Wenn man das Glück hat in einem wohlhabenden und sicheren Land wie Österreich aufgewachsen zu sein, kann man sein Maul ja groß aufreisen über andere die nicht dieses Glück hatten.

Erbärmlich ist es halt wenn man nichts besseres zu tun hat als über Personen herzuziehen die wirklich mit ihrem gesamten Herzblut versuchen statt selbstgefällige zynische Kommentare zu liefern, etwas zu verbessern.

Aber so ist das halt in Österreich, im Land der Ausrichter und gehässigen Besserwisser.

eze eze
 
07.09.2008 11:08

In Tschetschenien gab es zwei Kriege, Hunderttausende Tote, noch mehr Schwerverletzte, und gibt es nach wie vor die weltweit meisten Opfer durch Landminen. Internationale Beobachter und Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen melden immer wieder schwere Menschenrechtsverletzungen an der tschetschenischen und russischen Zivilbevölkerung sowie an Gefangenen der russischen Truppen in Tschetschenien. Gründe genug, warum der Vater, falls er überhaupt noch am Leben ist, wohl nicht für seine Kinder sorgen kann.

Sire de Vienne
07.09.2008 15:46
hunderttausende Tote?

Welcher greuelprpaganda simma denn da wieder aufg'sessen?!? So viele Menchen hat es dort ja nie gegeben.........
Ich hab jedenfalls keinen Bock auf Bock!
Madame soll sich mal um arme Österreicher kümmern, davon gibt es genug!

Dagmar Rehak
 
06.09.2008 22:59

Ich nehme an, die Mutter hat die Kinder selbst erzeugt.

shwe1
 
06.09.2008 12:51
Frau Bock schwafelt nicht,

sondern sie spricht stets sehr fundiert und klug.

Nashwin_Fuller
 
06.09.2008 11:30
Der "Erzeuger"...


...wurde von den österreichischen Behörden abgeschoben.

Schleckermäulchen
05.09.2008 21:17
Wer seine Energie nicht selbst bezahlen muss, der heizt im Winter

bei offenen Fenstern. Ist leider so.

rosa10
05.09.2008 16:22
Armut rennt

immer schneller. Das ist brennend.

Ich weiß es auch
05.09.2008 15:36
ich glaube es nicht

wenn ich die Argumentation richtig verstehe:

Frau Bock kann Flüchtlinge /Asylwerber/ Bedürftige - die mal die Annehmlickeit einer Wohnung im Kabelwerk ( die sich viele "normale" Familien ohnehin nicht leisten können ) nicht mehr dem Substandard vom staatlichen Massenlagern aussetzten.

Da kommt mir echt das Grauen. Wie viele österreichische FAmilien verloren wegen Jobverlust schon ihre Wohnung ? ich glaube es sind unzählige - die fragt niemand ob sie mit dem fogenden downgrading ihres Lebensstandards zu frieden sind.

Da geht es bei Leibe nicht um die wirklich lächerlichen 250.000 Euro.

Ich halte es ( so ich es richtig verstanden habe) für eine dummdreiste Frechheit - mit diesen Argumenten einen solchen Schuldenstand zu erklären.

Nashwin_Fuller
 
05.09.2008 13:52
Also, ich weiß nicht recht...

...ob ich (eine größere Summe) spenden soll.

Einerseits sind die von Bock betreuten Menschen wirklich die ärmsten Teufel,
andererseits wundert mich wieder sehr, dass Frau Bock nicht auf das Angebot des FSW eingehen will, obwohl sie die Mieten und sonstigen Kosten nicht bezahlen kann.
Denn das Argument, dass es die Asylwerber im Heim nicht so schön haben wie in ihren Wohnungen, ist wohl nur lächerlich.

Irgendwie sollte dieser Verein an eine nachhaltige Finanzierung denken und akzeptieren, dass man nicht ewig mehr ausgeben als einnehmen kann. Dann muss man eben auch leider viele Asylwerber ablehnen.

Und wenn jetzt meine Spende wieder nur dazu verwendet wird, um eine neue Wohnung anzumieten, statt die Schulden abzuzahlen?

anne.sche
06.09.2008 11:31
seit etwa 2 jahren

lege ich konsequent jeden cent, denn ich eigentlich spenden wollte (zb messopfer oder trinkgelder oder eben licht ins dunkel) auf ein sparbuch als teil meiner zukunftsvorsorge und es ist unglaublich, was da so zusammenkommt...
und ich ärger mich nicht mehr über berichte von veruntreuten spendengeldern
die gesellschaft hat was davon, da ich in 40 jahren nicht "arm und hilflos" sein werde
ich kenn es ja an meinem lebensende meinen nachkommen geben oder - falls es keine gibt kann ich es dann noch immer spenden.....

zBohne
10.09.2008 23:52
Noch 2 Jahre, und

.. der EGOtripp rafft Sie weg = zuwenig gespart für ascheneLeich und die "Nachkommen".
.. es bleiben 38 Jahre, um zu verkommen und die Nach- werden das Vor-kommen verfluchen (falls gengleich gelagert).
.. Sie haben mehr als Ihren halben Mantel gegeben/verloren: Frau Bock hätte einen (ich einen halben) für Sie.
Getroßt grüßend Sie und die Leser Ihr zB..

alrabiata2
07.09.2008 11:36
das fehlen sozialer kompetenz ...

nenne ich auch armut. da ist man schon arm dran, wenn man nur mehr das eigene fortkommen und das der eventuellen nachkommen im auge hat.
hoffentlich zahlt der nachwuch nicht mit gleicher münze.

Nogaret2
05.09.2008 13:28

Erstmals kommt ein Pyramidenspiel auf dem Rücken von Betroffenen zu Lasten der Allgemeinheit ans Licht.

Mit Spenden Wohnungen mieten, die Kaution und vielleicht die ersten paar Mieten zahlen und dann weiter zur nächsten Wohnung.

Einen Ausstieg aus diesem Spiel gibt es nur auf Kosten des Volkes.

Vielleicht ist der "Bock als Gärtner" nur teilweise haftbar, aber ein Vereinsvorstand sollte doch rechtzeitig Einhalt gebieten.

Alles andere ist Vorsatz zur Schädigung Unbeteiligter.

DnaDoc
05.09.2008 15:33
Wieso auf Kosten des Volkes?

Schulden werden nicht vergessen.

oxizes
05.09.2008 17:37
Was glaubens denn

wer für die Schulden aufkommen wird ? Richtig die
Gemeinde Wien sprich der Steuerzahler.

opherus
05.09.2008 13:23

Angeblich (genaue Zahlen gibts ja keine) soll der Wahlkampf jenseits der 25 Millionen kosten, es geht hier bitte um € 250.000.-, und wenns a bissl mehr ist, ja und? Aber Gott sei dank grinsen und Faymann, Molterer & co stupide von irgendwelchen Plakaten an... Tu felix Austria!!!

Velkopopovický Kozel
05.09.2008 12:40
bevor es mir jetzt den kragen zerreißt

Hier geht es um lächerliche 250 000€. Will gar nicht wissen was der Wahlkampf unserer "Volksvertreter" gerade verschlingt.

Wie schon unten erwähnt, is es vollkommen egal ob es sich hier um Aus-, Inländer oder sonstwen handelt.
Es sind Menschen die Hilfe brauchen.
Wir können es uns allemal leisten zumindest Prekariums und Substandardwohnungen für diese Menschen zur Verfügung zu stellen.

Ute Bock hat sich entschlossen sich zu engagieren und sich speziell um AsylwerberInnen zu kümmern. Von diesem Engagement sollten wir uns alle eine Scheibe abschneiden.

Bei manchen Postings hier ("Sozialhilfe abschaffen") kommt mir echt das kotzen

oxizes
05.09.2008 17:38
Beruhigen Sie sich

wird alles der Steuerzhler begleichen, also auch Sie.

B R I X
05.09.2008 16:50

Meine volle Zustimmung.

M. W.
05.09.2008 13:24

Das sehe ich genauso.
Und ich füge noch hinzu, daß es für ein Land wie Österreich eine Schande ist, daß solche Einrichtungen überhaupt notwendig sind.
Dort gehen z.B. mittlerweile immer Leute hin (Inländer wie Ausländer), die schlicht und einfach Hunger haben, während sich unsere Politiker auf sündteuren Wahlplakaten ablichten lassen und der einzige Lösungsansatz jener ist, die Leute in die Kriminalität zu jagen, um sich dann darüber aufzuregen und zur Bekämpfung dieser nochmals Geld beim Fenster rauszuwerfen, anstatt endlich einmal die Ursache und nicht das Symptom anzupacken (und genau das passiert ÜBERALL in Österreich, sei es bei den Krankenkassen, Verwaltung etc. - bloß nicht die Ursache hinterfragen).

pro uhudler
06.09.2008 11:07
Diese Leute werden nicht in die Kriminalität " gejagt "....

.....weil sie nicht vom Staat geholt wurden !

Ihre berufsjugendliche und extrem naive Auffassung,
Österreich solle sich um 3 Mrd. arme Menschen auf
dieser Welt kümmern entbehrt jeder Grundlage.

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