Grüne Berufswege

3. September 2008, 19:48
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Es tut sich was im grünen Innenleben - Tierschützer Balluch und Grün-Politiker Volker Plass suchen Zuspruch von der Basis

Die Grünen lassen den soeben aus der U-Haft entlassenen Tierschützer Balluch für den Nationalrat kandidieren, wenn auch an wahrscheinlich unwählbarer Stelle. Beim Bundeskongress am kommenden Wochenende wird auch basisdemokratisch entschieden, wer von den verdienten Grün-Abgeordneten Peter Pilz, Karl Öllinger und Bruno Rossmann einen aussichtsreichen Platz erhält. Es tut sich also was im grünen Innenleben.

Um einen Platz auf der Liste bemüht sich auch Volker Plass, ein Grün-Politiker, der fast ein Alleinstellungsmerkmal hat, weil er nämlich nicht im öffentlichen Dienst oder einer Interessenvertretung verankert, sondern Privatunternehmer ist. Konkret ist er Inhaber eines IT-Betriebes im Wiener Kreativbezirk Neubau. Plass tritt trotz hoher Aussichtslosigkeit an, „weil ich hunderttausende Ein-Personen-UnternehmerInnen, Mikrobetriebe und (neue) Selbstständige im Parlament vertreten will". Und weil die nicht zum LIF abwandern sollen.
Mal sehen, ob am Wochenende ein (ziemlich) radikaler Tierschützer oder ein selbstständiger Unternehmer von der Basis der Grünen mehr Zuspruch bekommt. (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 4. September 2008)

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