EU-Abgeordnete wollen Hausfrau am Herd aus TV-Werbung verbannen

3. September 2008, 18:50
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Werbespots könnten dann unterbunden werden, die diskriminierende oder entwürdigende Botschaften auf Grundlage von Geschlechterklischees vermitteln oder zu Gewalt anstacheln

Die Hausfrau an Herd oder Waschmaschine soll
nach dem Willen des Europa-Parlaments aus der Fernsehwerbung
verschwinden. Mit großer Mehrheit forderten die Abgeordneten am
Mittwoch in Brüssel ethisch oder rechtlich verbindliche Regeln für
Reklamesendungen.

Damit könnten Werbespots unterbunden werden, die
diskriminierende oder entwürdigende Botschaften auf der Grundlage von
Geschlechterklischees vermitteln oder zu Gewalt anstacheln, teilte
die Parlamentsverwaltung zum Inhalt des Vorstoßes mit.

Das Parlament wünscht zudem Aufklärungsaktionen und
Bildungsprogramme, um gegen sexistische Beleidigungen und
entwürdigende Bilder von Frauen und Männern in der Werbung und im
Marketing vorzugehen. Klischeehafte Bilder oder Botschaften, die die
menschliche Würde verletzen, sollen dem rechtlich nicht bindenden
Beschluss zufolge auch aus Lehrbüchern, Videos, Computerspielen und
dem Internet verbannt werden.

Die Initiative zur Fernsehwerbung unterstützten 504 Abgeordnete
bei 110 Gegenstimmen und 22 Enthaltungen.  (APA/dpa)

 

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