Tiroler IT-Händler Chi will 2003 Markt von 45 auf 70 Länder ausbauen

23. Februar 2003, 15:21
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Umsatzsteigerung um rund 100 Mio. Euro im Vorjahr

Der Tiroler IT-Händler "Chi AG" mit Sitz in Niederndorf bei Kufstein will 2003 den Markt von bisher 45 Ländern auf 70 erweitern. Das kündigte Chi AG-Sales- und Marketingmanager Kevin Gerlach am vergangenen Wochenende gegenüber der APA in Mailand an.

Im vorigen Geschäftsjahr habe der Umsatz um rund 100 Mio. Euro gesteigert werden können, sagte Gerlach am Rande des AMD Chi Business Forum 2003. Chi sei "deutlich stärker" gewachsen als der Markt, hielt Chi-Vorstand Joachim Wacker fest.

Zukünftiges Wachstum liege laut Gerlach vor allem in den Schwellenländern. Allein der so genannte "EMEA" Markt (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) umfasse 119 Länder mit verschiedenen Sprachen. Der Aufwand an Logistik sei dabei "enorm". Mit der Unterstützung des Herstellers soll das Geschäftsmodell der Chi 2003 in Amerika dupliziert werden. "Die Hersteller sind dabei an uns herangetreten", sagte Wacker.

Die Chi AG fungiere als "verlängerter Vertriebsarm" für fünf der weltweit größten IT-Produzenten. Von der AMD Multiprozessor Produktfamilie wurde Chi bei dem Business-Forum bereits zum zweiten Mal als "bedeutendster europäischer Vertriebspartner" ausgezeichnet.

Das 1995 in München gegründete Unternehmen hatte vor drei Jahren seinen Sitz nach Tirol verlegt. Derzeit seien etwas mehr als 50 Personen dort beschäftigt. "Rund 100 weitere Arbeitsplätze sind direkt von der Chi abhängig", erklärte Wacker. (APA)

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