"Menschliche Schutzschilde" haben Posten in Bagdads E-Werk bezogen

23. Februar 2003, 15:07
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Organisator: "Wenn irgendjemand von diesen Leuten getötet wird, dies schlicht und einfach Mord"

Bagdad - Eine Gruppe von 15 freiwilligen "menschlichen Schutzschilden" hat am Sonntag ihre Position im Elektrizitätswerk Bagdad-Süd bezogen. "Ich bin zutiefst bewegt und habe höchsten Respekt vor diesen Leuten", erklärte Ken O'Keefe, der Gründer der internationalen Schutzschild-Bewegung, als die Aktivisten aus Großbritannien, der Türkei und anderen Ländern mit ihrem Gepäck und Schlafsäcken im Kulturhaus des E-Werks einzogen. "Ich möchte, dass die Welt weiß", fügte O'Keefe hinzu, "dass, wenn irgendjemand von diesen Leuten getötet wird, dies schlicht und einfach Mord ist."

O'Keefes Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Positionierung von mehreren Hundert Freiwilligen aus aller Welt in wichtigen Einrichtungen der irakischen zivilen Infrastruktur einen drohenden Krieg gegen den Irak abzuwenden. Bereits am Freitag hatten sich 17 "Schutzschilde" hauptsächlich aus Spanien und Italien in einer Kläranlage im Norden von Bagdad niedergelassen. Während diese Gruppe in Zwölf-Stunden-Schichten rotiert, wollen sich die Aktivisten im E-Werk für mehrere Wochen dort einrichten. Die Besetzung weiterer Anlagen ist geplant.(APA/dpa)

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