Gaza: Armee tötet bei Vorstößen fünf Palästinenser

23. Februar 2003, 13:03
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Reaktion auf Raketenüberfälle der Terrororganisation Hamas

Gaza/Ramallah - Die israelische Armee hat bei neuen Operationen im Gazastreifen am Sonntag mindestens vier Palästinenser getötet. Bereits zuvor hatte es einen Toten gegeben. Mindestens 20 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge drangen am Sonntag nach Mitternacht in die Kleinstadt Beit Chanun nördlich von Gaza ein, der als Hochburg der Extremisten-Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad gilt. Bei Schießereien mit Extremisten wurden nach palästinensischen Angaben drei Männer getötet.

Am Morgen erschossen Soldaten nahe der jüdischen Siedlung Nezarim einen weiteren Palästinenser. Nach Angaben des israelischen Rundfunks war er bewaffnet. Ein Armeesprecher sagte, der Mann sei bei einem Schusswechsel ums Leben gekommen. In einem Krankenhaus von Nablus im Westjordanland starb ein Palästinenser, der am Samstag bei Zusammenstößen von Soldaten schwer verletzt worden war.

Der Truppeneinmarsch in Beit Chanun folgte einer Reihe von Raketenüberfällen militanter Extremisten der Terrororganisation Hamas. Sie hatten in der vergangenen Woche sechs Kurzstreckenraketen auf die israelische Stadt Sderot nahe der Grenze zum Gazastreifen abgefeuert. Die Raketenangriffe folgten einer Armeeoperation in Gaza, bei der elf Palästinenser ums Leben kamen. (APA/dpa)

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