"Der Pianist" von Polanski großer "Cesar"-Sieger

23. Februar 2003, 12:44
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Auszeichnungen auch für "Bowling for Columbine" und für "Sprich mit ihr"

Paris - Der Erfolgsfilm "Der Pianist" von Roman Polanski geht als großer Sieger aus dem Rennen um den französischen Filmpreis "César" hervor. Der Film erhielt am Samstag in Paris sieben Auszeichnungen. Der Streifen, der die Memoiren des jüdischen Pianisten Wladyzlaw Szpilman verfilmt, der vor den deutschen Truppen in Warschau flieht, wurde zum besten französischen Film gewählt. Roman Polanski erhielt außerdem den "César" für den besten Regisseur.

Der Film, der neben dem "César" für die beste Filmmusik, den Preis für den besten Ton, das beste Foto und das beste Dekor erhielt, hat starken autobiografischen Charakter. Der 1933 in Paris geborene Polanski hat als Sohn polnischer Eltern 1937 die Liquidierung des jüdischen Gettos in Krakau Überlebt. Er und sein Vater konnten flüchten, seine Mutter hingegen kam im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben. Der Preis für den besten Schauspieler ging an den Amerikaner Adrien Brody, der den in den 30er Jahren in Polen gefeierten Wladyzlaw Szpilman spielt. Der Film, der die Goldene Palme von Cannes 2002 erhielt, ging mit zehn Nominierungen in die Ausscheidung.

Den "César" als bester ausländischer Film erhielt "Bowling for Columbine" von Michael Moore, der den Amoklauf zweier Jungen in der Columbine Highschool verfilmt, bei dem 1999 mehr als zehn Schüler ums Leben kamen. Erstmals wurde ein "César" für den besten EU-Film vergeben, der an "Sprich mit ihr" von Pedro Almodóvar ging.

Der "César" für das beste Szenario ging an "Amen" von Constantin Costa-Gavras und Jean-Claude Grumberg. Ehren-Césaren erhielten die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep und der französische Filmproduzent Daniel Toscan du Plantier, der am 11. Februar starb. Insgesamt werden mehr als 18 Preise vergeben. (APA)

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