Werbeplakate für Jolie-Blockbuster "Wanted" verboten

3. September 2008, 15:45
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Kontrollbehörde in Großbritannien sieht "Glorifizierung von Gewalt- und Waffeneinsatz"

vor seinem Kinostart sorgt der Action-Blockbuster "Wanted" nicht nur für positive Schlagzeilen. Wie der Guardian berichtet, hat die zuständige Kontrollbehörde Advertising Standards Authority (ASA) zwei Webeplakate zum Film in Großbritannien wegen gewaltverherrlichenden Darstellungen verboten. Darauf werden die beiden Hauptdarsteller Angelina Jolie und James McAvoy in verschiedenen Positionen mit Schusswaffen in der Hand gezeigt. Auf einem Plakat liegt Jolie etwa rücklings auf der Motorhaube eines Autos und umklammert eine Handfeuerwaffe. Im dazugehörigen Text heißt es: "Wir fuhren mit atemberaubender Geschwindigkeit durch die Nacht und zerstörten alles, was sich uns in den Weg stellte ... Willkommen in der Bruderschaft. Wir sind ein Team von Attentätern, die Waffen des Schicksals. Töte einen, rette Tausende".

Nutzung von Waffen werde angepriesen

"Unserer Auffassung nach billigen diese Werbungen stillschweigend den Einsatz von Gewalt und preisen die Nutzung von Waffen an", stellt die ASA fest. Laut Angaben der Kontrollbehörde seien insgesamt 18 Beschwerden bezüglich der "Wanted"-Plakate aus der Bevölkerung eingegangen, seitdem der Film im Juni in die britischen Kinos gekommen war. Dabei hätten sich die Bürger durchwegs über die Glorifizierung von Gewalt und Schusswaffengebrauch in den gezeigten Darstellungen beschwert. Diese würden Menschen zu Gewalttaten anstacheln und unsoziale Verhaltensweisen provozieren, so der Tenor der Kritik. Sieben Beschwerden führten zudem an, dass derartige Werbeplakate für Kinder ungeeignet seien. Den Bedenken der Bürger gab die ASA zwar nur teilweise Recht, die betreffenden Plakate dürften aber in ihrer jetzigen Form dennoch nicht mehr verwendet werden, so der Urteilsspruch der Kontrollbehörde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die betreffenden Werbeplakate tatsächlich zu ernsthafter Gewalt führen würden, sei eher gering, räumt die ASA in der Begründung des Plakatverbots ein. "Die meisten Teile der Bevölkerung verstehen sehr gut, dass sich diese Poster lediglich auf die Inhalte eines Actionfilms beziehen", heißt es von der ASA. Zudem habe das verantwortliche Filmstudio Universal Pictures ausdrücklich festgehalten, dass die Werbebotschaften der Plakate für die Kommunikation der Filminhalte von grundlegender Bedeutung seien. "Die Aufmachung der Werbeplakate spiegelt die Comic-Wurzeln des Films und die Geschichte eines jungen Mannes wider, der sich von einem Bürohengst zu einem Actionheld entwickelt", argumentiert Universal. (pte)

  • Artikelbild
    foto: pte/wantedmovie.com)
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