Adidas droht Markenpiraten

3. September 2008, 14:30
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Nach der Einigung mit Wal-Markt wegen des Verkaufs von Schuhen mit zwei oder vier Streifen knöpft sich der Konzern weitere Firmen vor

München  - Im Kampf gegen Markenpiraterie will sich Adidas weitere Firmen vorknöpfen. "Die Marke mit den drei Streifen ist so stark wie eh und je, und wir werden weiter gegen andere Unternehmen vorgehen, die Schuhe mit einem Streifendesign verkaufen, die unsere Markenrechte verletzen", kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Namen nannte es nicht.

Einen Rechtsstreit mit dem US-Handelsriesen Wal-Mart über seine berühmten "drei Streifen" hatte der Herzogenauracher Konzern am Dienstag gütlich beigelegt. Details wollte er nicht nennen. Adidas hatte Wal-Mart vorgeworfen, mit dem Verkauf von Schuhen mit zwei und vier Streifen seine eingetragenen Marken zu verletzen. In einem ähnlichen Fall hatte Adidas im Mai 304,6 Mio. Dollar (210 Mio. Euro) von Payless ShoeSource, einer Billigmarke von Collective Brands, erstritten.

Rechtsstreit seit 2005

Der Rechtsstreit mit Wal-Mart lief bereits seit 2005. Zweimal hatte der Einzelhandelsriese sich Gerichtsunterlagen zufolge mit Adidas geeinigt und auf den Verkauf von gestreiften Schuhen verzichtet, die den Adidas-Modellen "zum Verwechseln ähnelten". Im Mai hatte Wal-Mart dann die Anschuldigungen der deutschen Nummer zwei auf dem Weltmarkt für Sportkleidung zurückgewiesen: "Wal-Mart verwendet seit Jahren verschiedene Streifen-Designs. Diese variieren von einem Schuh zum nächsten."

Adidas stritt in den USA noch mit anderen Unternehmen über das Schuhdesign. Im Mai hatte sich der Kaufhauskonzern Sears, der Eigentümer des Einzelhändlers Kmart, einen Rechtsstreit mit einer vertraulichen Vereinbarung beigelegt. Auch mit Target und Nordstrom hatte sich der Herzogenauracher Konzern gütlich geeinigt. (APA/Reuters)

 

 

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