Ilulissat als Nabel der arktischen Welt

3. September 2008, 14:29
posten

EU, nordeuropäische Staaten, Russland und Kanada beraten in Grönland über die Zukunft der nördlichen Polarregion

Ilulissat/Kopenhagen - Im westgrönländischen 5.000-Einwohner-Städtchen Ilulissat findet kommende Woche von 9. - 11. September eine internationale Konferenz über die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen EU, den nordeuropäischen Staaten sowie Russland und Kanada in Hinblick auf die nördliche Polarregion statt. Laut einer Aussendung des Nordischen Ministerrates ist die unter das Motto "Common Concern for the Arctic" ("Gemeinsames Anliegen Arktis") gestellte Konferenz Teil der Vorbereitung auf den Welt-Klimagipfel 2009 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Auf der Konferenz sollen vor allem die Auswirkungen der EU-Politik in den Bereichen Umwelt, Fischerei, Energie, Handel und Forschung auf die arktische Region beleuchtet werden. Der Nordische Ministerrat als Gastgeber der Konferenz betonte in seiner Ankündigung der Konferenz die Bedeutung der internationale Zusammenarbeit für Umwelt und Bevölkerung der arktischen Region sowie die Notwendigkeit, eine Balance zwischen Schutz und Ausnützung der natürlichen Ressourcen in der Arktis zu finden.

Unter den Hauptrednern werden kommende Woche in Ilulissat der Sprecher des Europaparlaments, Hans Georg Pöttering sowie der EU-Kommissar für Fischerei, Joe Borg, erwartet. Als Folge der Konferenz plant die EU-Kommission im Laufe des Herbstes ein Arktis-Kommunique für die einzelnen Mitgliedstaaten zu erstellen. Die Weltklima-Konferenz der Vereinten Nationen findet dann von 30. November bis 11. Dezember 2009 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Dort soll unter anderem ein Nachfolge-Abkommen zum Kyoto-Klimaprotokoll ausverhandelt werden. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ilulissat wirkt beschaulich, doch beim Besuch hochrangiger Gäste aus der Weltpolitik wippen die Bewohner nur mehr müde mit dem Fuß. Im Mai waren unter anderem die Außenminister Russlands, Dänemarks und Norwegens zu Gast, im August vergangenen Jahres die deutsche Bundeskanzlerin.

Share if you care.