Schwerarbeit für Federer und Djokovic

3. September 2008, 11:04
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Dawydenko out, Roddick souverän - Erstes Damen-Halbfinale steht fest

New York - Schwerarbeit für Titelverteidiger Roger Federer und Vorjahres-Finalist Novak Djokovic, ein souveräner Andy Roddick und das Aus von Nikolaj Dawydenko gegen Überraschungsmann Gilles Muller aus Luxemburg. Federer, der zuletzt viermal in Folge die US Open in New York für sich entschieden hat, musste 3:33 Stunden lang kämpfen, ehe er den Russen Igor Andrejew mit 6:7(5),7:6(5),6:3,3:6,6:3 niedergerungen hatte.

Über fünf Sätze

Auch Djokovic war es zuvor ähnlich ergangen, der als Nummer 3 gesetzte Serbe war gegen den Spanier Tommy Robredo erst nach einem 4:6,6:2,6:3,5:7,6:3-Kampf im Viertelfinale des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres. Djokovic spielt nun gegen Andy Roddick, der gegen den Olympia-Silbernen Fernando Gonzalez beim 6:2,6:4,6:1 überraschend leichtes Spiel hatte. Federer hingegen misst sich mit Muller.

"Das war ein hartes Match. Der Wind hat öfters gewechselt und es ging in eine Nachtsession über, was nie einfach ist. Aber ich bin glücklich, dass wir eine gute Show gezeigt haben", meinte Federer. "Ich bin wirklich erfreut über meinen Kampfgeist. Natürlich wünscht man sich immer drei Sätze, aber Fünf-Satz-Partien machen auch Spaß", sagte Federer, der allerdings nicht wirklich Titelanwärter-Form an diesem Tag gezeigt hat.

Sein ihm im Vorjahr unterlegener Final-Gegner sagte es da schon krasser: "Wenn wir jetzt über die Dinge reden, die mir nicht gefallen haben, dann reden wir bis morgen. Ich bin einfach nur happy, dass ich durch bin", sagte der Serbe nach dem 3:45 Stunden-Fight. Im Viertelfinale am Donnerstag wird ihm ein wesentlich ausgeruhterer Andy Roddick gegenüberstehen, der sich heimlich und leise zum Mit-Titelanwärter gemausert hat. Er zeigte neuerlich eine tadellose Leistung und wird für Djokovic eine große Hürde werden.

Überraschung durch Muller

Schwerer einzuschätzen ist, wie sich Federers Viertelfinalgegner machen wird. Gilles Muller, der erst als zweiter Qualifikant der US-Open-Geschichte unter den letzten Acht steht, sorgte für das erfolgreichste Abschneiden eines Luxemburgers bei einem Grand-Slam-Turnier. Muller musste gegen den als Nummer 5 gesetzten Russen Nikolaj Dawydenko beim 6:4,4:6,6:3,7:6(10) nicht einmal über die volle Distanz gehen.

Bei den Damen steht das erste Halbfinale fest: Bereits am Nachmittag hatte sich Olympiasiegerin Jelena Dementjewa mit neuerlich imposanter Leistung und einem 6:2,6:3 über Patty Schnyder für die Vorschlussrunde qualifiziert, ehe ihr Jelena Jankovic, die als Nummer 2 gesetzte Serbin, mit einem letztlich auch ungefährdeten 6:1,6:4-Erfolg über die Oberösterreicherin Sybille Bammer dorthin folgte. Favoritin ist wohl eher Dementjewa, die ohne Satzverlust weitergekommen ist, während Jankovic nicht immer überzeugt hat. (APA)

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