57 Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen

3. September 2008, 10:12
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Schwere Gefechte im Norden der Insel - Armee setzt Offensive fort

Colombo - Bei schweren Kämpfen im Norden Sri Lankas sind nach Militärangaben am Dienstag und Mittwoch sieben Soldaten und 50 tamilische Rebellen getötet worden. Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE), die den Norden der Inselrepublik kontrollieren, behaupteten, die Leichen von sieben Soldaten befänden sich in ihrem Besitz. Die Armee setzte ihre Angriffe etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo fort.

Regierung brach Amnestie-Versprechen

Unterdessen hat das Militär 305 fahnenflüchtige Soldaten festgenommen und zu Gefängnisstrafen zwischen drei Monaten und einem Jahr verurteilt. Zuvor hatte die Regierung allen Deserteuren, die zur Truppe zurückkehren, eine Amnestie versprochen. Etwa 4000 Soldaten hätten sich daraufhin gestellt, erklärte das Militär. Rund 6000 Armee-Angehörige seien jedoch noch auf der Flucht.

Die LTTE kämpft seit rund einem Vierteljahrhundert mit Waffengewalt für einen unabhängigen Staat im Norden und Osten der Inselrepublik. Der tamilischen Minderheit gehören rund 3,8 Millionen Menschen an. Bisher sollen bei den Kämpfen mehr als 75.000 Menschen getötet worden sein. (APA/dpa)

 

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