Green IT einmal anders: Grönland lockt Google & Co mit Kälte

3. September 2008, 09:18
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Tele Greenland will weltweit vernetzte Serverfarmen auf die Polarinsel holen - IT-Giganten müssen derzeit aufgrund hoher Temperaturen Millionen für die Kühlung der Geräte aufwenden

Das grönländische Telekommunikationsunternehmen Tele Greenland will künftig Serverfarmen für den weltweiten Gebrauch auf der Polarinsel beherbergen. Geschäftsargument: Kälte. Laut einem aktuellen Artikel im dänischen Technik-Magazin "Ingeniören" macht ein neues, über Grönland verlaufendes, fiberoptisches Kabel zwischen Nordamerika und Europa die Einrichtung von Datenzentren und Serverfarmen auf der zu Dänemark gehörenden Insel wirtschaftlich sinnvoll.

Gigantische Energiemengen

IT-Giganten wie Microsoft oder Google betreiben weltweit Dutzende sogenannte Serverfarmen. Durch das Aufstellen Tausender Computer auf engem Raum entwickelt sich eine hohe Temperatur und daher müssen gigantische Energiemengen allein für die Kühlung der Geräte aufgewendet werden. Laut "Ingeniören" verbraucht eine neue Microsoft-Serverfarm bei Chicago 200 Megawatt Strom. Rund die Hälfte davon wird für die Kühlung der Server benötigt. Laut Tele Greenland könnten sich diese Unternehmen gewaltige Kosten sparen, wenn sie ihre Serverfarmen in Grönland einrichten. "Wenn es etwas gibt, wovon wir in Grönland genug haben, dann ist es Kälte", zitierte "Ingeniören" den technischen Direktor des grönländischen Telekom-Unternehmens, Jörn Jespersen.(APA)

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