USA zapfen wegen Versorgungsengpässen Ölreserven an

3. September 2008, 07:35
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Energieministerium: 250.000 Barrel sollen freigegeben werden - Hurrikan Gustav Grund für Lieferschwierigkeiten

Washington - Die USA zapfen wegen Versorgungsengpässen nach dem Hurrikan "Gustav" ihre strategischen Ölreserven an. Wie das Energieministerium am Dienstag (Ortszeit) in Washington mitteilte, sollen 250.000 Barrel freigegeben werden. "Das Öl wird wegen der Sperrung des Calcasieu-Kanals in Louisiana und wegen der durch den Hurrikan 'Gustav' verursachten Lieferengpässe gebraucht", erklärte das Ministerium. Es reagierte mit der Freigabe nach eigenen Angaben auf eine Anfrage der Citgo-Raffinerie in Lake Charles in Louisiana. Auch der Gouverneur des Bundesstaates, Bobby Jindal, hatte dazu aufgerufen, die strategischen Ölreserven anzuzapfen, um die Rückkehr der zwei Millionen vor "Gustav" geflohenen Menschen vorzubereiten.

Die Raffinerien im Süden der USA hatten ihre Produktion drosseln müssen, nachdem die Ölförderung am Golf von Mexiko vor dem Sturm komplett ausgesetzt worden war. Auch 95 Prozent der Gasförderung wurde in der Region unterbrochen. US-Präsident George W. Bush hatte am Dienstag gesagt, die Ölanlagen seien offenbar von dem Sturm verschont geblieben. Der Hurrikan war am Montag begleitet von heftigem Regen über Louisiana gezogen. Sieben Menschen kamen ums Leben. (APA/AFP)

 

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