Lichtblick für Lehman

2. September 2008, 22:41
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Koreanische Bank bestätigt Einstiegsgespräche

Wien - Die US-Investmentbank Lehman Brothers, die durch die Finanzkrise bis Ende Juni rund 2,8 Mrd. Dollar (1,9 Mrd. Euro) verloren hat und auch für das dritte Quartal einen Milliardenverlust befürchtet, könnte bald in neuen Händen sein. Die staatliche Koreanische Development Bank (KDB) hat am Dienstag Gespräche über einen Einstieg bestätigt. Man berate mit anderen lokalen Banken, ein Konsortium zu bilden, erklärte KDB-Chef Min Euoo-sung am Dienstag: „Wir glauben, es ist besser, die Investition gemeinsam zu tätigen."


Es gebe freilich noch „unterschiedliche Preisvorstellungen". Laut Marktgerüchten wollen sich die Amerikaner rund sechs Mrd. Dollar holen; es soll um einen Anteil von 25 Prozent gehen.
Im August waren Verhandlungen der Amerikaner mit potenziellen asiatischen Geldgebern noch an den unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Auf die Aktien der viertgrößten amerikanischen Investmentbank wirkte sich die Nachricht beflügelnd aus: Die Papiere legten um 2,3 Prozent zu. Lehman Brothers hat mit 72 Mrd. Dollar den größten Bestand an gefährdeten Papieren, seit Anfang des Jahres hat man sich rund zwölf Milliarden Dollar an frischem Kapital geholt. (red/DER STANDARD, 3. September 2008)

 

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