Als sich Österreich vor 20 Jahren anschickte, Mitglied der Europäischen Gemeinschaft zu werden (die EU entstand erst Jahre später aus dieser Gemeinschaft), gab es massive Bedenken dagegen - und einer der populärsten Einwände lautete: Wenn Österreich erst einmal in diesem größeren Europa landet, dann wird unsere wunderbare (eben erst durch die Verhinderung der Kraftwerke Zwentendorf und Hainburg sowie den Einzug der Grünen ins Parlament gerettete) Umwelt zerstört.
Österreich ist diesen Bedenken zum Trotz der EU beigetreten - sein Selbstverständnis hat sich aber nicht geändert: Die Mehrheit der Österreicher hält die Umweltsituation daheim für gut - die Schönheit und Unberührtheit der Landschaft ist in allen Umfragen zum Nationalstolz regelmäßig ganz vorn - und die Welt draußen für ganz schlimm und schmutzig. Und dafür, dass das alles so bleibt, ist der Umweltminister zuständig; und natürlich die Grünen im Parlament.
Die Wirklichkeit sieht anders aus: Österreich war schon damals kein Umweltmusterland - und es hat sich von diesem Status immer weiter entfernt, ohne dass das der Bevölkerung aufgefallen wäre. Die hat zwar registriert, dass es inzwischen 737 Klimabündnis-Gemeinden gibt - sie hat aber durch ihre persönlichen Kaufentscheidungen gleichzeitig dazu beigetragen, dass die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen in nur einem Jahrzehnt von 72 auf 25 Prozent gesunken ist.
Sie hat sich - mit einiger Berechtigung und immer wieder von Medien und Politik dazu ermuntert - über Betrieb und Ausbau des AKW Temelín empört; gleichzeitig aber haben dieselben Österreicher ihren Energieverbrauch (und damit die Treibhausgasemissionen) kräftig gesteigert, insbesondere im Verkehr.
Inzwischen ist es so weit, dass internationale Vereinbarungen - gerade auf EU-Ebene - die stärksten Triebkräfte dafür sind, dass in der Umweltpolitik überhaupt etwas weitergeht. Umweltschützer sehen neidvoll nach Deutschland, wo erneuerbare Energie deutlich kräftiger gefördert wird als hierzulande - und sie erleben staunend, wie Investitionen in alternative Kraftwerke ins benachbarte Ausland abwandern, weil sie sich dort einfach besser rechnen.
Österreich gefällt sich derweil darin, die Umweltsituation zu beschönigen. Der Preis dafür ist hoch: Da verpflichten internationale Abkommen dazu, die Umweltschutzziele wesentlich aktiver zu verfolgen. Widrigenfalls drohen Strafzahlungen.
Während leidenschaftlich darüber debattiert wird, ob das nun geplante einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld 60 Millionen Euro kosten darf, werden still und leise 531 Millionen Euro für Emissionszertifikate verplant, die nichts außer heiße Luft und ein beruhigtes Gewissen bringen.
Keine Frage: Umweltschutz muss uns etwas wert sein und darf ruhig etwas kosten. Aber für das eingesetzte Geld sollte es auch wirklich eine Umweltverbesserung geben.
Zum anderen bleiben jene Umweltthemen liegen, die durchaus im Handlungsbereich der österreichischen Politik lägen: Naturschutzpolitik ist nach wie vor Landessache (und entsprechend zersplittert, sprich: wenig effizient). Lärm, eines der nervigsten Umweltprobleme überhaupt, ist als Politikfeld allenfalls im Umfeld von Großprojekten wie Flughafenausbauten bewusst.
Auch hier lässt man sich lieber mit einem internationalen Vertragsverletzungsverfahren drohen anstatt zu machen, worauf die Bürger längst warten. Im Zweifelsfall kann man immer noch jammern, dass "Brüssel" an allem schuld wäre. Die Österreicher lassen sich ja alles Mögliche einreden. (Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2008)
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An der Parteizentrale kommt man bei der Fehlersuche nicht vorbei
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Auf Kuschelkurs mit Rudolf Leopold
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Drei Monate vor dem Urnengang schauen Öffentlichkeit und Medien den Tories erstmals genauer auf die Finger
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Hat sich die ÖVP schon einmal bei der SPÖ bedankt, dass sie einen schwarzen Initiativantrag abschmetterte? Jetzt wäre Zeit dafür - Von Harald Fidler
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Die "Bevorzugung" der Frauen bei der Lebensmittelhilfe in Haiti ist der Versuch, die Überlebenspakete den Schwachen und Schwächsten zukommen zu lassen
Tiere haben seit 2004 ein bundeseinheitliches Gesetz, der Nachwuchs muss warten
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Der Kern der Taliban kann kein Interesse an einem Ausgleich mit der vom Ausland finanzierten und geschützten Regierung haben - Von Markus Bernath
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Bei einer Rekordverschuldung kann man nicht sehr wählerisch sein
Man muss darüber nachdenken, wie eine angemessene Strafe für Gewalttäter sichergestellt werden kann
Nach Lafontaines Rücktritt könnten sich SPD und deutsche Linke wieder annähern
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Ob das gepriesene Postgreißlertum große Zukunft hat, bleibt abzuwarten - Von Luise Ungerboeck
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Österreichs Herren ist mit dem Aufstieg in die Hauptrunde die Sensation gelungen - Von Fritz Neumann
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Österreich krebst bei der Gleichbehandlung bei Einkommen EU-weit auf dem vorletzten Platz herum
Dass Neid den österreichischen Volkscharakter prägt, hat schon der Biedermeierdichter Ferdinand Raimund gerügt
Eine einzige Kampagne von Herausgeber Hans Dichand gegen den Brüsseler Moloch würde genügen
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Geht es um Krieg und Frieden, kann die SPD beides: einen Kanzler abservieren wie einst Helmut Schmidt oder ihre Parteibasis einen Militäreinsatz schlucken lassen
Keiner will mit Bucher dorthin, wo Friedrich Peter einst die FPÖ positioniert hatte - Von Conrad Seidl
Absurd die Kritik an Obamas Vorhaben: Sie sei keine geeignete Reform des Finanzsystems - Von András Szigetvari
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Der jetzt geplante Fekter-Sprachkurs spricht eine deutliche Sprache: Wir wollen euch nicht
Der US-Präsident hat sich im ersten Amtsjahr gut geschlagen, abgerechnet wird erst 2012
Die Krise bei Österreichs Abfahrern öffnet Türen - von Benno Zelsacher
Für Haitis enorme Verletzbarkeit tragen auch jene Verantwortung, die jetzt helfen
Alijew wollte König anstelle des Königs im zentralasiatischen Reich Kasachstan werden
Wenn es um Kränkung und Stolz geht, ist man in Ankara sensibel
Besser geworden sind Zug- oder Busverbindungen in den vergangenen zwanzig Jahren trotz öffentlicher Beteuerungen selten - Von Luise Ungerboeck
Der Pay-Sender Sky bietet für die Erstrechte neun Millionen Euro, zwölf Spiele sollen der frei empfangbaren Konkurrenz überlassen werden - Das Spielchen ist typisch österreichisch
Seit Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung im November ist selbige nur am Streiten
Wer sich nichts vorzuwerfen hat und im Alltag nicht weiter auffällt, muss sich auch vor behördlichen Nachforschungen und dem Zugriff auf ihn betreffende Daten nicht fürchten
Wenn Faymann und Pröll bei der Budgetsanierung die Vermögen aussparen wollen, ist das kein Bonus
Die tausenden in Österreich lebenden Menschen mit Migrationshintergrund werden sich bedanken, dass ihnen kollektiv unterstellt wird, testosterongesteuerte Machos zu sein
Der neue Präsident Ivo Josipovic wird nicht die nationale Karte ziehen
Die magere Treibhausgasbilanz 2008 demonstriert Österreichs Vogel-Strauß-Politik
Den politischen Entscheidungsträgern fehlt es an Mut und Ehrlichkeit für klare Entscheidungen und Schnitte - Von Luise Ungerboeck
Politiker haben eine moralische Verpflichtung, dort zu helfen, wo es am dringendsten nötig ist - Von Günther Oswald
Das Personalproblem der Justiz erschüttert den Rechtsstaat in seinen Grundfesten
Man kann nicht behaupten, dass unsere Gesetze "Frauen vor brutalster Gewalt nicht schützen". Die Frage ist eher: Sind sie ausreichend geschützt?
Dass man da selbst zur Waffe greift, muss nicht verständlich sein, es ist aber nachvollziehbar
Die Finanzakteure, auf die es der US-Präsident abgesehen hat, haben die Krise nicht verursacht - Von Lukas Sustala
Neuen Schwung brächte eine neue, von glaubwürdigen Personen getragene Partei - Von Conrad Seidl
Die Menschen fühlen sich sicherer, an Orten, die sie sonst mit dem Gefühl der Unsicherheit verbinden
Bleibt zu hoffen, dass einmal die Zeit kommt, in der offene Fragen beantwortet werden
Trotz inzwischen gesunkener Rohstoffpreise erhalten die Betreiber alter Biogasanlagen neuerlich einen Zuschlag von drei Cent je Kilowattstunde
Nationalheld ist Hoffmann nie gewesen. Und kaum jemand wirft sich für ihn in die Bresche
Die derzeitige Diskussion um Flüchtlinge, Asylwerber und Erstaufnahmezentren bekommt neue Brisanz
In den USA gilt die Zustimmung der Republikaner zu einem neuen Vertrag längst nicht als gesichert
Angola ist Südafrika fern und nah zugleich. Wieso sollte Joseph S. Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbands, nun die Augen öffnen
Bisher wurden nur isländische Sparguthaben abgesichert, ausländische Anleger erhielten hingegen nichts
Ein Staatsbankrott würde dem Euro schaden, eine Rettungsaktion jedoch noch mehr
Wenn durch die Körperscanner die höchst unhöflichen Begrapschungen wegfallen - bitteschön, nur zu. Doch was bringen die Verschärfungen außer sinnlosen Datensammlungen?
Die Kärntner SPÖ erwacht aus ihrem Tiefschlaf - Interessenten für den Parteivorsitz mögen sich endlich melden
ÖVP und SPÖ beweisen eindrucksvoll, dass ihnen die demokratiepolitische Reife fehlt - Von Lisa Nimmervoll
Der Entwurf aus dem Justizministerium wurde Anfang Dezember ziemlich wortlos in die Begutachtung geschickt
Der wiederkehrende Energiestreit zwischen Moskau und Minsk bzw. Kiew zeigt, wie fragil das Liefernetz ist - Von Johanna Ruzicka
Das beschämende Hickhack zwischen Bund und Ländern werden die Überlebenden des Holocaust und ihre Nachkommen nicht so bald vergessen
Bei der AUA wird sich im Laufe des Jahres auch strukturell einiges ändern
Das Grundproblem des Westens mit Peking ist nach 30 Jahren gleich geblieben
Die Hilferufe aus dem zerfallenen Staat bleiben in Washington wie in Brüssel ungehört
In den vergangenen Wochen ist eines wieder ganz deutlich geworden: Am liebsten hätte die deutsche Politik mit dem Einsatz ihrer Soldaten in Afghanistan so wenig wie möglich zu tun.
Westeuropa darf Kroatien in seiner Krise nicht sich selbst überlassen - von Norbert Mappes-Niediek
Ausgerechnet jene Ministerin, die sich damals von "Rehlein-Augen unbeeindruckt" gab, greift nun zum Argument der Menschlichkeit
Wenn wieder einmal diskutiert wird, ob Österreich die ÖIAG noch braucht, ist das grundsätzlich gut - Von Luise Ungerboeck
Präsident Basescu hat das Regierungskabinett bekommen, das ihm gefällt. Damit ist es ihm gelungen, die Oppositionsparteien zu spalten.
Haiders Erben haben sich mit Haut und Haar an den Wiener Strache verkauft und sogar noch was draufgelegt
Die Nachkriegsordnung ermöglicht eine desaströse Politik, in der alle Beteiligten gefangen sind
Wenn sich kein ernsthafter Gegenkandidat zu Fischer findet, kommen wir dem Demokratiemodell Wahlmonarchie einen Schritt näher
Der Rücktritt Connie Hedegaards vom Vorsitz der Tagung wirft kein gutes Licht auf den Konferenzhergang und zeugt von fehlender politischer Standfestigkeit
Für ein besseres Bundesheer fehlt Geld - Das zu ändern ist die wahre Herausforderung für Minister Darabos
Als Wolfgang Schüssel im Jahr 2000 - und erst recht mit der gestärkten Mehrheit 2003 - antrat, das Land im konservativen Sinne zu reformieren, war die Pensionsreform ein Kernstück der Agenda
Auch unter akuter Terrorbedrohung heiligt der Zweck nicht die Mittel
Verhandeln heißt auch, flexibel zu sein
Banken und Regierungen tragen eine wesentliche Mitverantwortung - Von András Szigetvari
Eine Sozialdemokratin ist für die erste Schließung eines Frauenhauses in Österreich verantwortlich - von Thomas Neuhold
Der wirkliche Grund für die Aufregung in London und im Westen ist nicht die abscheuliche Todesstrafe selbst, sondern die fehlende Transparenz, mit der Chinas Richter über sie entscheiden
Hans Niessl wäre es mit dem Antrag auf Abschaffung des Proporzes wirklich ernst gewesen
Die heutigen Regimekritiker in der Ex-Sowjetunion hat der Westen aufgegeben
Respekt vor Würde und Rechten des Einzelnen, Rechtsstaatlichkeit: Erst wenn beides gewährleistet ist, kann es jenes "normale" Leben geben, das sich die Russen so wünschen
Die Anhängerschaft der einstigen Tudjman-Partei hat sich bei dieser Wahl zersplittert und ihrem Kandidaten ein Desaster bereitet
In ihrer Selbstherrlichkeit übersehen die Regierer, dass sie den Stadtbewohnern nicht mehr Kompetenzen geben, sondern sie ihnen gleichsam entziehen
Das BZÖ versteht sich als die Gralshüterin von Haiders Erbe
Im Bankensektor wurden zwar kleinere Adaptionen eingeleitet, der große Regulierungseifer ist aber verflogen - Von Günther Oswald
Adamovich hatte in einem Krone-Interview spekuliert, das Leben in Priklopils Gefangenschaft könnte für Natascha Kampusch "allemal besser gewesen sein als das, was sie davor erlebt hat"
Nach dem Klimadebakel kann nur der Druck der Zivilgesellschaft eine Wende bewirken
Seit fast drei Jahren befindet sich Elsner nun wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaf - Von Michael Simoner
Bisher kein Pro oder Kontra zu den Plänen, umfassenden behördlichen Zugriff auf Handytelefonierer, E-Mail-Schreiber und Co
Der Rekordmann hat an Reputation nichts zu verlieren. Geht was schief, wird wohl das Vehikel schuld sein
Der Moment ist gekommen, wo einer die gute Stimmung ruiniert - Von Birgit Baumann
Studentenproteste 2009: Von politischer Verwahrlosung und verlorener Verheißung
Ein schmerzhafter Schnitt für den Finanzminister und Wasser auf die Mühlen von Autofahrern und ihren Lobbyingklubs - Von Johanna Ruzicka
Was Maria Fekter hier mithilfe des ÖVP-Bürgermeisters von Eberau vorgeführt hat, ist im Grunde nichts anderes als eine einzige - 'tschuldigung schon - Verarschung
Die FPÖ ist klar positioniert - und das BZÖ hat seine Rolle verspielt
Dank der innenpolitischen Krise gibt es die Chance, dass sich zumindest in den Nachbarbeziehungen die Vernunft durchsetzt
Förderung der Zugewanderten ist wahrscheinlich noch wichtiger als die Vorabprüfung
Unsere Firma ( http://www.Emoton.at ) wird von den Geldern für die Hausdämmung wohl nichts bekommen, da der von den zuständigen Ministerien und Ländern inizierte und mitgetragene Zertifizierungswahnsinn für eine relativ kleine Produktpalette mal ganz locker 200.000,-€ beträgt. Würde für Ö. Unternehmen diese Zertifizierung bei positiver Erledigung mit zB. 1 monatiger Nachreichfrist finanziert, so müssten die Häuselbauer nicht deutsche Dämmstoffe kaufen. Ausweg: 1x wie so mancher Mitbewerber für ein Produkt zertifizieren und für alle anderen Produkte damit werben. Die großen Firmen sitzen in den Normungsausschüssen und bestimmen für ihre eigenen Normen mit. Das nennen ich Marktbereinigung der grossen Firmen. Bravo Musterland!!
auf die gefahr hin das ich wieder von Dante Alighieri 'verbessert' werde (Kritik ist natürlich immer willkommen) möchte ich auf folgendes hinweisen: Österreiche hat die Alpenkonvention unterschrieben. Österreiche hat Natura 2000 adaptiert. Eines der grössten 'assests' die Österreiche hat ist die geographische Lage - durch den Transitroutenbau durch Österreich wird für die kommenden Generationen davon nichts mehr übrig bleiben. Abgesehen davon, das wir von uns selbst erstellte Auflagen nicht einhalten. Interessanter weise hat Österreich im Ausland wirklich den Ruf Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu sein - Illusion vom grünen Musterland ist echt und erschreckend.
Ich weiss nicht ob der gute Herr verwirrt ist, aber in den Gegenden wo ich wohne und arbeite hat sich eigentlich die Umweltsituation verbessert. Teilweise sogar radikal verbessert.
Das Kyoto-Protokoll halte ich für einen Fehler vor allem aufgrund des unnötigen Zertifikathandels der komplett abgeschafft gehört - auf lokaler Ebene aber gibt es (Protokoll hin oder her) beständig Verbesserungen.
"mir ham eh des Kyoto-protokoll unterschrieb'm - wos woin's denn noo?"
dass sich die Österreicher einfach nicht daran halten, dafür aber selbstgerecht mit dem finger auf die zeigen, die es nicht unterschrieben haben, ist eigentlich nur "folgerichtig" ;o)
Mit dem Kommentar tritt endlich auch einmal eine Stimme an die Öffentlichkeit, die die Mißstände im Umwelt- und Naturschutzbereich aufzeigt- höchste Zeit und weiter so.
Als reine Ergänzung zum Artikel kann man auch noch darauf hinweisen, dass Großsäugetiere wie Bär, Luchs, Wolf im "Naturparadies" Österreich keine Überlebenschance haben sondern noch vor der Neuetablierung abgeschossen oder andersweitig verdrängt werden.
Ich weiß, dass Ö kein Umweltmusterland ist, aber nie im Leben hat sich die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen von 72 auf 25 Prozent verringert. Dagegen sprechen alle mir bekannten Statistiken der Glas- und Plastiksammlungen und auch meine persönlichen Beobachtungen. Selbst ich habe mein Recycling Jahr für Jahr verbessert und in jedem Container sieht man, dass immer mehr gesammelt wird.
In Bezug auf Getränkeverpackungsrecycling ist also dieser Artikel eine unglaubwürdiger Faux-pas.
wenn du bei containern mehr flaschen u dgl findest dann schliessen wir daraus:
1) dass das eine subjektive wahrnehmung ist, die wenn es wirklich so wäre davon zeugt, dass
2) einwegverpackungen vorwiegend in richtigen (?) gebinden landen.
wo ist da der MEHRweg?
wenn von den beim billa/spar/merkur etc. angebotenen getränkeflaschen 99,9% in plastik verpackt sind.
ich habe seit ca. 10 jahren keine cola, almdudler oder sonstiges-flasche mehr aus glas gesehen.
selbst bei mineralwasser findest du vielleicht 1 von 20 marken noch in einer glasflasche.
entweder warst du 15 jahre im koma und bist gestern aufgewacht und warst noch in keinem supermarkt oder du wohnst nicht in österreich
Pfand auf Plastikflaschen und Dosen ist riesiger Stumpfsinn.
Nur bei Glasflaschen ist die Neuproduktion um so viel energieintensiver, dass sich der Rücktransport, das Waschen usw. in der Energiebilanz rechnet.
Bei gebrauchten Plastikflaschen ist eine energetische Verwertung als Heizmaterial für Fernwärme möglich, wenn nicht so gar sinnvoller. Dies ist bei Glasflaschen überhaupt nicht möglich.
Wenn der Staat nichts tut dann ändere ich halt mein Verhalten. Auf das Kasperletheater da oben kann man lange warten. Es gibt genug Alternative:
Induktionsherdplatte (max 1700 Watt) anstatt Elektroherd mit 6000 Watt. Kein 24h Warmwasser mehr dafür elektrischer Durchlauferhitzer wenn man warm Wasser braucht sowie Schamott Heizung für den Winter.
Leider ist der Ölpreis wieder gesunken und
gibt wenig anreitze zum Umdenken :(
So ein Blödsinn zb
http://www.weno-elektroheizungen.de
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