Schülerkontrolle mit Waffen und Netz

2. September 2008, 17:14
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Frankreich lässt Eltern Noten online prüfen, in den USA bekommen Lehrer Waffen

Schwere Zeiten für Schulschwänzer und schlechte Schüler in Frankreich: Per Internet sollen Eltern sich über Noten und Fehltage ihrer Kinder informieren können. Rund 500 Schulen verfügten zum Schulstart am Dienstag bereits über so ein Angebot, das Eltern und auch Schülern per Passwort persönliche Informationen auf der Webseite einsehen lässt, berichtete die Zeitung Le Figaro. Binnen drei Jahren sollen alle weiterführenden Schulen des Landes über den Internetservice verfügen. Auch zusätzliches Unterrichtsmaterial soll man einstellen können.

Frankreichs Grundschüler starten unterdessen erstmals mit einer Viertagewoche in das neue Schuljahr. Neben dem traditionell unterrichtsfreien Mittwoch ist nun auch der Samstagvormittag schulfrei. In Europa nimmt Frankreich damit eine Sonderstellung ein, in praktisch allen anderen Ländern haben die Grundschüler an fünf Tagen Unterricht. Die bisher etwas höhere Zahl an Wochenstunden sinkt auf den europäischen Durchschnitt.

Andere Probleme hat man an einer kleinen Schule im US-Bundesstaat Texas. Dort dürften die Lehrer nach den Sommerferien mit gemischten Gefühlen in das neue Semester starten: Erstmals nehmen sie neben ihren Büchern Waffen mit in den Unterricht.

Nach Angaben des Schulamtes ist die Bewaffnung die einzige Möglichkeit, die Sicherheit zu gewährleisten. Die nächste Polizeidienststelle ist 30 Minuten entfernt. „Wie halten Sie einen auf, wenn er wütend ist und unvernünftig?", fragt David Thweatt von der örtlichen Schulbehörde. Kritiker halten Waffen im Umfeld für gefährlicher als einen möglichen Amoklauf. (AFP, dpa/DER STANDARD; Printausgabe, 3.9.2008)

 

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