"Gratis"-Jugendkonten nicht wirklich gratis

2. September 2008, 16:44
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Zur Spesenfalle können laut AK-Erhebungen Barabhebungen, Dauerauftragsänderungen und Kontoschließungen werden

Wien - "Gratis"-Konten für Schüler und Jugendliche sind noch immer nicht wirklich gratis. Zur Spesenfalle können Barabhebungen, Dauerauftragsänderungen und Kontoschließungen werden. Vor allem für Jugendliche ohne Maestrokarte können sich so zusätzliche Kosten ansammeln. Das teuerste Jugendkonto schlägt sich mit 31,44 Euro im Jahr zu Buche, ergab ein aktueller Test der Arbeiterkammer (AK) bei 15 Banken mit Filialen in Wien.

Als positiv bewertet die AK, dass eine Kontoüberziehung für Schüler nur bei Haftungsübernahme durch die Eltern möglich ist und für Lehrlinge von der Lehrlingsentschädigung abhängt. Die Unterschiede bei Haben- und Soll-Zinsen seien aber "beträchtlich". Die Überziehungszinsen liegen zwischen 7,4 Prozent und 9,75 Prozent. Die Haben-Zinsen sind dagegen besser als "normal". Die Bandbreite reicht von 0,125 Prozent bis 2,9 Prozent.

Während acht Banken tatsächlich keine Kontoführungs- und Buchungskosten verrechnen, können bei den übrigen Banken Behebungen an der Kassa bis zu 0,56 Euro ausmachen, die Änderung oder Löschung eines Dauerauftrags bis zu zwei Euro und die Schließungsgebühren bis zu 15 Euro kosten.

Vor Eröffnung eines Schüler- oder Jugendkontos zahle es sich aus, die Konditionen und Zinsen zu vergleichen. Vor allem die Haben-Zinsen seien bei Jugendkonten nicht so "mickrig" wie bei Konten für Erwachsene. (APA)

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