Tirol beschloss Wegfall des Kinderregresses

2. September 2008, 15:14
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Formaler Beschluss erfolgt bei Sonderlandtag - Auch ein 20 Millionen Euro schweres Sozial- und Familienpaket soll abgesegnet werden

Innsbruck  - Der Kinderregress bei im Heim untergebrachten Pflegepersonen wird in Tirol fallen. Dies haben die beiden Koalitionspartner ÖVP und SPÖ am Dienstag fixiert. Formell beschlossen werden soll dies auf einem am 11. September einberufenen Sonderlandtag. Dabei soll auch ein 20 Millionen Euro schweres Sozial- und Familienpaket abgesegnet werden.

Entlastung

"Die Entlastung der Kinder von Pflegebedürftigen ist für uns ein zentrales Thema gewesen", bekräftigten Landeshauptmann Günther Platter  und Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner  im Anschluss an die Regierungssitzung. Dennoch werde von den Tiroler Koalitionspartnern ÖVP und SPÖ eine Verbesserung der Pflege zu Hause angestrebt. "Unsere Erwartungshaltung ist, dass der Bund die Fördermaßnahmen erhöht und der Pflege zu Hause eine höhere Priorität zukommen lässt", betonte Platter.

Kinderbetreuung

Auf dem Sonderlandtag würden weiters der Solidaritätsfonds, das Kindergeld plus, die 15a-Vereinbarung über den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebots und die Einführung einer verpflichtenden frühen sprachlichen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen sowie der Tiroler Familienpass neu auf der Tagesordnung stehen. "Durch die Umsetzung des Familien- und Sozialpakets sollen möglichst rasch Maßnahmen zur Minderung der Teuerung umgesetzt werden", betonten Platter und Gschwentner. (APA)

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