Teerag-Asdag kostet Porr mehr als erwartet

2. September 2008, 19:56
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Der österreichische Baukonzern muss für die nicht im eigenen Besitz stehenden Anteile an der Straßenbautochter Teerag-Asdag deutlich mehr zahlen als bisher gehofft

Wien  - Der zweitgrößte österreichische Baukonzern Porr muss für die nicht im eigenen Besitz stehenden Anteile an der Straßenbautochter Teerag-Asdag doch deutlich mehr zahlen als bisher gehofft - nämlich 20 bis 25 Prozent der eigenen Aktien, wie Finanzvorstand Helmut Mayer am Dienstag deponierte.

Porr-Vorstände hatten vor fast genau einem Jahr gemeint, nach der Kapitalerhöhung könnte die Gemeinde Wien über die Stadtwerke wieder zu einem Aktionär in Höhe von 10 bis 15 Prozent aufsteigen. Bei dieser Aussage sei man aber davon ausgegangen, dass die Stadtwerke bei einem zweiten Schritt, einer geplanten allgemeinen Kapitalerhöhung, nicht mitziehen und sich daher verwässern lassen würden, so der Porr-Sprecher.  Porr habe immer damit gerechnet, mehr als 20 Prozent der eigenen Aktien für die Teerag zahlen zu müssen, erklärte ein Sprecher des Vorstands in den Abendstunden am Dienstag.

Wann die zwei Bewertungsgutachten zu Porr und Teerag-Asdag vorliegen, die Grundlage für die Kapitalerhöhung durch Sacheinlage sein werden, wollte die Porr nicht sagen.

47,5 Prozent

Wie berichtet sollen die restlichen 47,5 Prozent an der Teerag-Asdag, die den Wiener Stadtwerken gehören, durch eine Kapitalerhöhung per Sacheinlage von der Porr gekauft werden, wie die Hauptversammlung im vergangenen Mai genehmigte. Die Teerag-Asdag verdiente im vergangenen Jahr freilich gut - sie hat für 2007 12,5 Mio. Euro Dividende an ihre Eigentümer ausgeschüttet und damit zu einem guten Teil der Gewinne der Porr beigetragen.

Der Porr-Vorstand rechnet für das heurige Jahr mit leicht einem leicht sinkenden Vorsteuerergebnis (EBT 2007: 38,6 Mio. Euro), hieß es bei einem Hintergrundgespräch mit Journalisten.

Obwohl der Porr-Vorstand am Dienstag die nach wie vor starke Nachfrage am Bau lobte und bis Ende Juni die Umsatzzahlen deutlich gestiegen waren, musste der zweitgrößte Baukonzern im Halbjahr 2008 ein deutlich schwächeres operatives Ergebnis hinnehmen. Vor allem wegen deutlich höherer Materialkosten sank das Ebit auf 3,2 (8,1) Mio. Euro.

 

 

(APA)

  • PORR-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hesoun
    foto: porr

    PORR-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hesoun

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