Wie die Mama, so die spätere Partnerin

5. September 2008, 19:21
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Ungarische Studie zeigt, dass das Gesicht der Eltern die spätere Partnerwahl beeinflusst - Forscher vermuten dahinter soziologischen Prozess

London/Pecs - Das Gesicht der eigenen Eltern beeinflusst einer aktuellen Studie zufolge die spätere Partnerwahl. Ungarische Forscher haben aus der Untersuchung von 312 Erwachsenen geschlossen, dass der Partner einer Frau oft ihrem Vater ähnlich sieht - das selbe gilt auch für Männer: Söhne bevorzugten Partnerinnen, die ähnliche Gesichtszüge wie ihre Mutter haben. Die Ergebnisse der Studie werden in den britischen "Proceedings" of the Royal Society B (online vorab).

Präzise vermessen

Das Forscherteam um Tamas Bereczkei von der Universität Pecs in Ungarn hatte bei den Versuchspersonen aus insgesamt 52 Familien jeweils 14 unterschiedliche Gesichtsabschnitte präzise ausgemessen und später miteinander verglichen. Daraus ergab sich, dass Töchter insbesondere Männer als Partner bevorzugen, deren zentraler Gesichtsbereich dem der Väter ähnelt. Söhne bevorzugten hingegen Frauen als Partnerinnen deren unterer Gesichtsbereich, dem der Mutter ähnlich sieht.

Die Wissenschafter vermuten hinter der Prägung durch den andersgeschlechtlichen Elternteil einen soziologischen Prozess: Kinder nehmen spezielle Eigenschaften vom andersgeschlechtlichen Elternteil auf, und später bevorzugen sie dann Partner mit besonderen Ähnlichkeiten zu diesem, schreiben die Forscher in dem Fachjournal. (APA/red)

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