Bayern: Haftstrafe für "Killerspiele" -Hersteller gefordert

2. September 2008, 14:13
101 Postings

Innenminister: Freiheitsentzug oder empfindliche Geldstrafen auch für die Verbreitung

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat im Rahmen eines Expertengesprächs erneut mit der Forderung nach einem Verbot so genannter "Killerspiele" für Aufsehen gesorgt. Laut einem Bericht von Winfuture.de soll der bayrische Innenminister zudem Haft- und Geldstafen für die Herstellung- und die Verbreitung von gewaltverherrlichenden Spielen gefordert haben.

Eine Generation und ihre Bedrohung

"Ich halte den derzeitigen Jugendschutz bei Computerspielen für völlig unzureichend", erklärte Herrmann laut WInfuture.de. Zudem forderte der bayrische Innenminister ein "ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe".

Neue Gesetze

Die bestehenden Gesetze seien für die Anwendung bei Videospielen wirkungslos und müssten daher entsprechend adaptiert werden. "Menschenverachtende, grausame Gewalttätigkeiten, bei denen der Spieler auch noch Pluspunkte dafür erhält, dass er seine Gegner auf möglichst grausame Weise zu Tode quält, gehören weder in Kinder- noch in Erwachsenenhände", so der Minister. "Eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen droht gegenüber Gewalt abzustumpfen und durch sinkende schulische Leistungen für unsere Gesellschaft verloren zu gehen", wird Herrmann von Winfuture.de zitiert(red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.