Steiermärkische Sparkasse plant Einstieg in Mazedonien

2. September 2008, 11:02
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Die Sparkasse, an der die Erste Bank mit 25 Prozent beteiligt ist, hat ein Übernahmeangebot für die an der Börse in Skopje notierte Invest Bank gelegt

Wien - Die Steiermärkische Bank Sparkassen AG steht vor dem Einstieg in Mazedonien. Die Sparkasse, an der die Erste Bank mit 25 Prozent beteiligt ist, hat ein Übernahmeangebot für die an der Börse in Skopje notierte Invest Bank gelegt. Weitere Details sollen erst bekanntgegeben werden, wenn der Deal unter Dach und Fach ist, berichtet die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer Dienstagsausgabe.

Das Übernahmeangebot läuft bis 6. September. Die Steiermärkische hat 151,7 Euro für jede Aktie geboten. Damit wird die Invest Bank mit rund 40 Mio. Euro bewertet. Experten gehen laut dem Zeitungsbericht davon aus, dass der Steiermärkischen die Übernahme gelingen wird. Bisher liege kein Gegenangebot vor. Auch die Nationalbank in Skopje habe bereits ihre Zustimmung erteilt. Gelingt die Übernahme, wäre dies für die Steiermärkische Sparkasse von strategischer Bedeutung, heißt es.

Die Invest Bank ist auf das Privat- und Firmenkundengeschäft spezialisiert und mit einer Bilanzsumme von 105 Mio. Euro ein relativ kleines Institut, das aber hohe Wachstumsraten aufweist. Die Bank wurde 1992 gegründet und verfügt über ein flächendeckendes Filialnetz in ganz Mazedonien. Sie soll den Grazern als Ausgangspunkt für die weitere Expansion dienen.

Die Steiermärkische ist mit einer Bilanzsumme von 12,2 Mrd. Euro die größte Sparkasse Österreichs. Die Erste Bank ist an ihr mit 25 Prozent beteiligt. Der Einstieg der Sparkasse in Mazedonien ist deshalb auch für die Erste interessant, die sich mit der Steiermärkischen bei der Expansion nach Südosteuropa abstimmt.

An der Kroatien-Tochter der Erste Bank sind die Grazer mit knapp 41 Prozent beteiligt, in Serbien gehören 26 Prozent der Erste Bank-Tochter der Steiermärkischen. In Bosnien-Herzegowina hat die Steiermärkische mit der ABS-Banka in Sarajewo schon einmal erfolgreich eine Auslandsbank übernommen. Die ABS Banka kommt auf 94.000 Kunden und 44 Filialen und gehört zu den führenden Finanzhäusern Bosniens.

Allein im Vorjahr haben die Grazer durch Beteiligungen und Kapitalerhöhungen 220 Mio. Euro in die Südosteuropa-Märkte investiert. Der Geschäftsbereich "Internationales Geschäft" trug bereits 37 Prozent zum Konzernergebnis von zuletzt 181 Mio. Euro bei. (APA)

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