Wie wird man Praktikant bei Microsoft in den USA?

Zwölf Wochen leben und arbeiten beim welt­größten Software­her­steller - Freie Getränke, Fitness­center, Shuttle­service, Baseball-Tickets und als Highlight ein Treffen mit Steve Ballmer

Ein Praktikum bei Microsoft ist für viele ProgrammiererInnen ein Wunschtraum. Zu sehen wie es sich beim größten Softwarehersteller der Welt lebt und arbeitet, sehen viele als spannende und interessante Herausforderung - vielfach auch mit dem Wunsch später fix dort zu arbeiten. Der Österreicher Roman Mittermayr hat es geschafft und ist derzeit in Redmond als Praktikant tätig. Über seine Erfahrungen und das Leben am Microsoft Campus in Redmond hat Mittermayr dem WebStandard berichtet.

Zwölf Wochen Redmond

Für ÖsterreicherInnen gestaltet sich die Bewerbung nicht unbedingt einfach, da international hauptsächlich „College Interns“ gesucht - was im Wesentlichen auf StudenInnen zutrifft, die etwa ein Jahr vor dem Universitätsabschluss stehen (Bachelor- oder Masterstudium)", so Mittermayr. Der über den langen Weg bis hin zum Praktikum meint: "Angefangen hat alles mit einem Aufruf zur Bewerbung, jährlich ausgesendet von Microsoft Österreich. Verlangt werden ein Motivationsschreiben und ein aktueller Lebenslauf, beides wird dann von Microsoft Österreich an die zuständigen Personen im Hauptquartier in Redmond weitergeleitet. Idealerweise sollte man sich für diese Praktika bereits ab November/Dezember bewerben, spätestens jedoch Ende Jänner. Die Visavorbereitungen, sollte man akzeptiert werden, dauern gut zwei Monate."

 

Viele Fragen und Antworten

"Der Interviewprozess selbst ist einzigartig", so der Praktikant. "Nach einer Menge Fragen und Antworten per E-Mail, kommt man nach einigen Wochen schließlich zum ersten Telefongespräch. Die meisten Gespräche am Telefon sind sehr generell gehalten; man spricht über seine bisherigen beruflichen Erfahrungen, wo man sich in etwa 5 Jahren beruflich sieht und warum man unbedingt bei Microsoft arbeiten möchte. Nachdem grob geklärt ist, in welche Richtung man tendiert bezeihungsweise geeignet ist, beginnen die eigentlichen Interviews. Fragen wie: „Entwerfen Sie bitte einen Schuh!“, „Wie viele Friseure gibt es in Paris?“ oder: „Wie würden Sie Mount Fuji um 10km versetzen, wenn Sie müssten?“ entscheiden über weiterkommen - oder eben nicht. Gefragt ist Kreativität, analytisches Vorgehen und das berühmte „Out of the box“-Denken. Passiert man diese unerwarteten Fragen und Rätsel, wird ein weiteres Telefoninterview vereinbart. Für den letzten Telefontermin (oft auch direkt vor Ort bei Microsoft/Redmond, Flug und Hotel wird bezahlt) sollte man sich auf jeden Fall vorbereiten. "Für mich war dieser Termin etwas unerwartet und hat schließlich ganze 6 Stunden gedauert. Man telefoniert sich durch die ganze Abteilung in aufeinanderfolgenden, einstündigen Interviews, spricht mit allen Managern und landet schließlich, wenn man bis dahin nicht abgelehnt wurde, beim Abteilungsleiter. Aufgrund der Zeitverschiebung war das letzte Gespräch erst um 2 Uhr morgens zu Ende."

Das Leben auf dem Campus

Microsoft galt jahrelang als bester Arbeitgeber weltweit - doch dann kam Google. Vielfach wird dabei vergessen, dass Microsoft immer noch ein sehr begehrter Arbeitgeber ist, der seinen MitarbeiterInnen zahlreiche Vergünstigungen bietet. "Zu den sogenannten „Perks“ (freiwillige Sozialleistungen des Unternehmens) zählen unter anderem Gratisgetränke in einer sehr umfangreichen Auswahl oder kostenloser Starbucks Kaffee.

 

 

Die Arbeitszeiten sind komplett ungeregelt, es gibt keine wöchentlichen Mindeststunden oder ähnlich. Man stellt sich seine eigenen Aufgaben („Commitments“), bespricht diese mit seinem Manager und arbeitet dann nach eigenem Ermessen an deren Erfüllung", berichtet Mittermayr. "Es gibt kostenlose Shuttle-Busse, die verschiedenste Orte in der näheren und auch weiteren Umgebung anfahren. Wer lieber selbst fährt, der bekommt ein günstiges Mietauto oder Geld für ein neues Fahrrad. Das Unternehmen betreibt ein eigenes Mini-Taxisystem innerhalb des großen Campusgeländes. So wird man schnell und kostenlos zum Beispiel von einem Meeting im Norden des Campus zum Mittagessen in ein anderes Gebäude im Süden des Geländes gefahren. Microsoft verwendet für alle Shuttles und Taxis ausschließlich Hybridfahrzeuge und hat ein eigenes Fahrtenplansystem entworfen, um einen möglichst umweltfreundlichen Transport zu garantieren."

Arbeiten wo immer man will

Obwohl man zwar sein Büro in der Nähe des jeweiligen Teams zugeteilt bekommt, gibt es eine Menge Möglichkeiten, dem Schreibtisch zu entfliehen, so der Bericht des österreichischen Praktikanten. In vielen Gebäuden finden sich in jedem Stock Balkone mit sehr schönem Ausblick auf die nahe liegende Berglandschaft oder die großen Wälder des Bundesstaats Washington. "Drahtloses Internet ist überall verfügbar, man kann die Größe des Campusgeländes voll ausnutzen und die Cafeteria, die Parklandschaften, das Fußballfeld – und sogar den Shuttle Bus (Internet im Bus) in sein Büro verwandeln. Die meisten Gebäude (über 100 an der Zahl) verfügen über ein eigenes Restaurant, welches in vielen Fällen mehr bietet als man im Laufe eines Praktikums jemals probieren könnte."

Wer zu viel isst, muss trainieren

Hat man genug vom teilweise sehr gesundheitsorientierten Mittagsangebot der Cafés, so kann man im campusnahen Fitnessclub seine Pfunde abtrainieren. "Ein Fitnessstudio, welches etwa der Größenordnung eines Einkaufszentrums entspricht. Es gibt, nicht wie meist üblich, nur einen großen Cardioraum (Laufband, Crosstrainer, etc.), sondern drei dieser Räume, mit drei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, tageslichthell, normal, dunkel – ganz nach Präferenz. Microsoft bezahlt alle laufenden Gebühren für Mitarbeiter die sich im Fitnessclub anmelden." Steve Ballmer soll laut eingenen Angaben täglich gegen 5 Uhr früh trainieren. "Ebenfalls praktisch ist das kostenlose Jahresticket für alle Busverbindung in und um Seattle herum. So fährt man in etwa 20 Minuten vom etwas außerhalb gelegenen Hauptquartier in Redmond mit einem Expressbus direkt nach Downtown Seattle."

"Microsoft Prime Card"

Wer sich außerhalb des Campus verköstigen will, nutzt - sowohl als Microsoft Mitarbeiter aber auch als Praktikant "die berühmte „Microsoft Prime Card“. Mit dieser Karte bekommt man in vielen Restaurants, Geschäften, Online Versandhäusern, Sehenswürdigkeiten, Flugreisen und vielem mehr teilweise erhebliche Ermäßigungen", so Mittermayr.

Über das Praktikum bei Microsoft

Es gibt wahrscheinlich nur eine Handvoll Unternehmen, die soviel Geld, Mühe und Aufwand in Praktikanten investieren wie Microsoft. Der weltweit größte Hersteller von Computersoftware investiert etwa den Gegenwert eines kleinen Neuwagens in jeden potentiellen, zukünftigen Mitarbeiter. Ein typisches Praktikum dauert 12 Wochen und endet in vielen Fällen mit einem Vollzeit-Jobangebot für die Zeit nach Studienabschluss. Das Praktikum selbst unterscheidet sich erheblich von denen anderer Unternehmen. Das Microsoft eine Menge in die Unterhaltung der Praktikanten investiert, sieht man an den zahlreichen Veranstaltungen die den ganzen Sommer hinweg am und abseits des Campus stattfinden. Dazu gehören Konzerte, Baseball Tickets der großen US Mannschaften, Fallschirmspringen und vieles mehr.

Das Highlight

Zu den Highlights zählt unter anderem ein Treffen mit Steve Ballmer (CEO), welches seit 2008 das jährliche Grillfest im Anwesen von Bill Gates ersetzt. "Diese Veranstaltung ist exklusiv für Praktikanten, nicht einmal Vollzeitangestellte haben Zutritt", so Mittermayr.

Ein Campus voller Linux-Fans

"Am 7. Juli hat mein Praktikum als „Product Planner“ hier in Redmond begonnen. Ich bereite im Rahmen meiner Arbeit hier eine großangelegte, internationale Studie zur Grundsteinlegung für die übernächste Version von Microsoft Office vor. Etwa die Hälfte meines Praktikums ist nun bereits vorüber und die Arbeit ist bis jetzt absolut spannend, unvergleichbar zu allen anderen Praktika die ich bis jetzt erlebt habe. Viele Praktikanten sind eingeschweißte Linuxanhänger, manche davon sogar in tragenden Funktionen bei bekannten Systemen wie etwa Ubuntu. Ich habe mir die Zeit genommen um viele dieser Leute über ihre Einstellungen zu Microsoft zu befragen. Ein Großteil war einfach zu neugierig, um das Jobangebot abzulehnen. Und nun, nach dem Einblick in den sehr umfangreichen Softwareentwicklungsprozess vom größten Softwarehersteller der Welt sind sich alle einig: Man sieht den Giganten mit anderen Augen, wenn man selbst einmal Teil des Ganzen ist. Die Softwareentwickler bei Microsoft tragen keine Krawatten, selten ein Hemd lieber ein T-Shirt und Jeans und schätzen vor allem die flexiblen Arbeitszeiten (und sind daher oftmals erst nach Mittag auffindbar)."

 

Der perfekte Arbeitgeber?

Ob sich eines der begehrten Jobangebote für mich ausgeht, werde ich erst in meiner letzten Woche erfahren. Sollte ich ein Angebot bekommen, dann bleiben mir etwa 4 Wochen um diese Chance wahrzunehmen und mit Sommer 2009 in die USA zu ziehen. Eine Angelegenheit, die trotz attraktivem, überdurchschnittlichem Jahresgehalt auf jeden Fall gut überlegt werden muss", so Mittermayr abschließend. (red)

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Auch wenns wieder rote Stricherl regnet, aber der Mensch steht hier eindeutig im Mittelpunkt.

auffallend, wie groß jetzt die pr aktivitäten sind..... und ich hoffe nicht, dass das einzige, das ms für seine ma tut, freie getränke und freies cola sind; wer in good old europe läßt sich so blenden?
ms hat in letzter zeit schon preise wegen ms zufriedenheit gemacht ... (von wem veranstaltet, wer ist der sponsor?) es sind halt erkenntnisse, die andere u-führer einfach haben und nicht erst durch schlechte kritiken und langes überlegen oder durch berater von aussen empfohlen bekommen
wer also bei ms arbeit oder praktikum bekommt, ist erstens schon jetzt gut und zweitens gut dran, wird seinen weg machen.

Steht da wie ein Herlango-Verkäufer

:o)

stimmt irgendwo ;-)
wobei ich sagen kann, von herlangoverkäufern immer bestens bedient worden zu sein. ich gehe gern hin.

unfassbar die klientel im forum

erschreckend was sich ein junger mann, der sich einen traum erfüllen konnte hier bieten lassen muss, nur weil ein paar typen ihre zu kleinen....äh ihr zu kleines ego rauslassen müssen und ihren neid und zorn auf einen konzern loswerden müssen. der junge geht in die usa zu einer firma zu der ER gerne will. keine von euch muss dort hin, keiner ist gezwungen auch nur irgendein produkt von ms zu kaufen. wenn ihr nur mit genauso viel energie für wirklich sinnvolle dinge eintreten würdet.

Ja das ist schon ein starkes Stück.

Ich hab die aktuellen unten stehenden Beiträge nicht gelesen.

Von solchen Beiträgen aber wird sich aber hoffentlich niemand abhalten lassen, seine wohl überlegten Entscheidungen in die Tat umsetzen zu lassen.

(Mit einer schwachen Persönlichkeit wäre ein Auslandstrip ja wirklich umsonst - und auf der anderen Seite ließe sich Dank der freien Meinungsäußerung hier im Forum ein besonders rundes Bild erstellen, da Beiträge von Postern ja nicht in einem Gremium einstimmig beschlossen werden müssen ;-)

"Ich hab die aktuellen unten stehenden Beiträge nicht gelesen. " ??? du hast nahezu bei jedem beitrag deinen senf dazu gegeben. in der üblichen art und weise :)

wer kann mir einen link schicken zu...

einem psychologischen persönlichkeitsprofil eines typischen forum-diskutanten. wenn man mehrere forum-einträge auf derstandard.at und orf.at liest, bekommt man den eindruck, dass viel sarkasmus, pessimismus, sticheleien etc. vorherrschen. konstruktive beiträge gibt es dagegen wenige zu finden...bin gespannt wie aggressiv oder konstruktiv mögliche antworten auf mein posting ausfallen werden....danke für alle konstruktiven antworten!

Im Grund geht es stets nur um die Stricherl ;-)

Dazu erstellt man sich gedanklich aber selbst ein Persönlichkeitsprofil, welches die typische Leserschaft so eines Blatts beschreibt.

Ist dies vollbracht, sucht man sich in deren Idealen und Vorstellungen einen Punkt, der in ihrer Wertevorstellung einen kleinen Widerspruch zu ihrem Gedankengut darstellt, findet einen Artikel zu Thema, und postet eine Nachricht mit diesem Widerspruch als Inhalt - verziert mit bestimmten Stilmitteln.

Denn Stilmittel können nicht aus Nichts einen Elefenaten zaubern - sie können eine Mücke aber bedrohlich groß erscheinen lassen ;-)

Und voilla! Auf Knopfruck gibts Reaktionen, Emotionen usw. zur Genüge ;-)

ja dem ist leider so. leute wie joe test sind hier um durch provokation reaktionen zu erzwingen. ist vor allem im sport/fußball bereich aber auch bei ms/apple/linux topics so.

gibt aber zum glück auch bereiche wo wirklich sinnvoles gepostet wird und auch diskussionen entstehen die sachlich motiviert sind.

LINUX-> Lackmustest für EDV

"Viele Praktikanten sind eingeschweißte Linuxanhänger"
Mit "Klicksi-Klacksi-Bunti" & "Trial u. Error beim Hackerl setzten" ist es halt nicht getan - auch M$ hat dies erkannt und Linuxverständnis ist offensichtlich ein großes Plus um einen Praktikumsplatz zu erhalten.
Kann jemand mit LInux umgehen, so zeigt sich offenbar hier ist jemand mit Fähigkeiten - die Warmluftproduzierer, die Windooffans bleiben draußen und machen ein Praktikum bei der Müllabfuhr.

er sagte "viele", nicht "alle"

"viele - nicht alle" - desswegen ist die MS Software auch noch immer so schwach :-)

Ich schätze mal folgendes hilft ungemein um dort arbeiten zu "dürfen":
Tief bücken
keine Selbstachtung
keine Ahnung
promoviert in "deppert reden für Fortgeschrittene"

wenn er zu klein ist lass ihn operieren aber verschon uns mit dem versuch dich zu produzieren. du hast KEINE ahnung wie es dort ist. also erspar uns deinen ärger. klar du erntest grüne stricherl von all jenen die auch jemand brauchen dem sie die schuld an ihrem leben geben können. aber ms wird euch da nicht helfen. das müsst ihr schon selber.

spricht aus diesen Sätzen nicht eindeutig der frustrierte M$-Programmierer der immer noch nicht gecheckt hat, dass er mit unzulänglichen Mitteln auf unzulänglichen Rechnern für ein unzulängliches OS programmiert....

sehr amuesant...

...da bloekt einer der es nie ins ausland schaffte mit der neidhammelherde, gelle!?

;))

Geh magst nicht den

Text lesen und dann posten?

und wie ...

Würde man bei dir einen Job bekommen, falls du jemals in der Lage bist ein unternehmen zu führen ?

bin Unternehmer und der Pro Kopf Umsatz meiner Leute ist zw. 300 und 400 Tausend.
Hilfreich ist es KEIN MS-Zertifikat vom Wifi zu haben sondern was richtiges gelernt zu haben.

hilfreich kann beides sein, solide nur das eine

(äh - ich dachte, für den unternehmer)

und wieviele leute arbeiten bei dir?

0,15?

Hahaha...

...da muessen Sie aber selbst herzhaft lachen ;)). Zum Unternehmertum langts bei Ihnen doch niemals!

Tschopperl, ich kann überhaupt nicht lachen, bei den Forderungen vom Finanzmt. Und die Hälfte geht vermutlich an so Dillos, wie du ein er bist, der daheim sitzt und sich an der PS2 befriedigt.

haben sie auch eine firmenbuchnummer?

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