Schweizer BIP gewachsen

2. September 2008, 09:33
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Das Schweizer Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent, die Erwartungen wurden damit übertroffen

Bern - Das Schweizer Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gewachsen. Das ist leicht schneller als in den ersten drei Monaten und sogar leicht über den Erwartungen. Ökonomen rechneten mit einem Plus von höchstens 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat das BIP um 2,3 Prozent zugelegt. Ökonomen haben mit rund 2,5 Prozent gerechnet.

Der private Konsum und der Außenhandel haben nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) maßgeblich zum Wachstum beigetragen. Das Wachstum der privaten Konsumausgaben habe sich auf 0,6 Prozent beschleunigt. Ausschlaggebend seien Ausgaben gewesen im Bereich Wohnen, Energie und Gesundheit.

Im Gegenzug gab es eine Entspannung an der Teuerungsfront: In der Schweiz sind die Preise im August leicht gesunken. Im Vergleich zum Juli betrug der Preisrückgang 0,3 Prozent. Die Jahresteuerung lag damit bei 2,9 Prozent, nach dem 15-Jahreshoch von 3,1 Prozent im Juli.

Der Rückgang des Landesindexes für Konsumentenpreise im August ist zum Großteil auf sinkende Preise für Verkehr sowie Wohnen und Energie zurückzuführen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Beide Werte lagen um 0,7 Prozent tiefer.

In beiden Fällen waren tiefere Preise für Erdölprodukte ausschlaggebend. Weniger ausgeben mussten die Konsumentinnen und Konsumenten auch für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,2  Prozent), Freizeit und Kultur (-0,1 Prozent) sowie für Nachrichtenübermittlung (-0,1 Prozent).

Teurer wurden dagegen unter anderem alkoholische Getränke und Tabak (+0,2 Prozent) sowie die Ausgaben in Restaurants und Hotels (+0,1 Prozent). (APA/sda)

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