Gutachten zu totem Baby fertig

1. September 2008, 20:16
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Expertise der zuständigen Staatsanwaltschaft übermittelt - Aufgrund laufenden Verfahrens gegen Josef F. keine Angaben über Inhalt

St. Pölten - Im Inzest-Fall in Amstetten ist das neonatologische Gutachten fertig und der Staatsanwaltschaft St. Pölten übermittelt worden. Dies teilte Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, der APA am Montag mit. Angaben über den Inhalt der Expertise wurden keine gemacht.

Das Gutachten dreht sich darum, inwieweit der 73-jährige Tatverdächtige für den Tod eines Neugeborenen, den seine Tochter Elisabeth F. im Verlies zur Welt gebracht hatte, verantwortlich sei. Aufgrund des laufenden Verfahrens gegen Josef F. gebe es keine Angaben über die Beurteilung des Mediziners, der die Expertise erstellt hatte, hieß es von der Staatsanwaltschaft St. Pölten.

Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Eines von ihnen sei nach der Geburt gestorben, das tote Baby habe der 73-Jährige angeblich in einem Holzofen verbrannt. Josef F. war weitgehend geständig, er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Anklageschrift gegen Josef F. soll im Herbst fixiert werden, ein Prozess gegen den Tatverdächtigen noch heuer stattfinden. (APA)

 

 

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