Bayrisch-schwäbische Spazierfahrt

1. September 2008, 20:05
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Nur hartgesottene Value-Investoren mit sehr langfristigem Zeithorizont sollten derzeit ein Direktinvestment in der deutschen Autoindustrie wagen - Christian W. Röhl

Trübes Konsumklima, hohe Energiepreise, starker Euro - das Marktumfeld für die deutsche Autoindustrie hätte zuletzt kaum schwieriger sein können. Zwar stehen die heimischen Premiumhersteller vor allem dank ihrer breit gefächerten Modellpalette ungleich besser da als die US-Konkurrenten General Motors und Ford; dennoch sind auch BMW und Daimler kräftig unter die Räder gekommen. Gegenüber den zyklischen Hochs aus dem Jahr 2007 haben sich beide Aktien ungefähr halbiert.

Selbst auf Basis der nach den jüngsten Gewinnwarnungen kräftig nach unten revidierten Analystenschätzungen locken die beiden Auto-Riesen deshalb nun mit bemerkenswert niedrigen Bewertungen: BMW wird nur noch mit dem Neunfachen der geschätzten Erträge bezahlt; für den schwäbischen Erzrivalen steht sogar nur ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von sieben zu Buche - zusammen mit der Entspannung an der Währungsfront und dem scharfen Rückgang beim Öl eigentlich keine schlechte Ausgangslage für eine Trendwende.

Dagegen steht freilich das nach wie vor extrem negative Gesamtmarkt-Sentiment, weswegen derzeit nur hartgesottene Value-Investoren mit sehr langfristigem Zeithorizont ein Direktinvestment wagen sollten. Wer schneller Geld verdienen und zu allererst das Verlustrisiko reduzieren will, greift dagegen zu einem neuen Multi Bonus-Zertifikat der Credit Suisse (ISIN DE000CS0AMS2).

Das Papier überzeugt nicht nur mit einer überschaubaren Laufzeit von lediglich zwölf Monaten, sondern bietet auch einen erfreulich dicken Airbag gegen weitere „Kurs-Unfälle": Die erst nach Beendigung der Zeichnungsfrist am 29. September festgelegten Schwellen werden bei lediglich 60 Prozent der Referenzkurse verlaufen. Wäre heute schon Fixing-Tag, käme man folglich auf Barrieren von gut 16,00 Euro bei BMW bzw. 23,50 Euro bei Daimler - wobei in den letzten zehn Jahren nur die Schwaben dieses Niveau einmal kurz gestreift hätten, nämlich im Krisenjahr 2003, als der Verlustbringer Chrysler noch zum Konzern gehörte.

Gute Vorzeichen also, dass der 40 Prozent-Puffer tatsächlich hält und man im nächsten Jahr den Höchstbetrag von 115,00 Euro einstreichen darf. Bezogen auf den Zeichnungspreis resultiert daraus die Chance auf 12,8 Prozent Rendite - und wer den mit zwei Prozent üppigen Ausgabeaufschlag bei seiner Bank herunterhandeln kann, kriegt sogar noch etwas mehr. Falls wider Erwarten doch eine Aktie ihre Barriere reißt, gilt das übliche „Worst-of"-Prinzip und die Rückzahlung richtet sich nach der Performance der schwächeren Aktie.

 

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