Kokojty: Südossetien soll Teil Russlands werden

1. September 2008, 20:02
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Präsident der abtrünnigen Provinz will militärisches Bündnis

Zchinwali - Der selbsternannte Präsident der abtrünnigen georgischen Provinz Südossetien, Eduard Kokojty, plant nach eigenen Angaben einen Anschluss der Region an Russland. "Das ist unser Ziel", sagte Kokojty am Montag bei einem Besuch in der südossetischen Provinzhauptstadt Zchinwali auf die Frage, ob die Region Teil Russland werden wolle.

"Wir werden ein militärisches Bündnis mit der Russischen Föderation eingehen und Russland um die Einrichtung von Armeestützpunkten in Südossetien bitten", fügte er hinzu. In der vergangenen Woche hatte Moskau die georgischen Provinzen Südossetien sowie Abchasien als unabhängige Staaten anerkannt.

Nicht alle nach Beginn der Kämpfe zwischen Georgien und Russland aus Südossetien geflohene Georgier dürften in die Provinz zurückkehren, sagte Kokojty. Er wolle keinen "monoethnischen Staat", aber "wir lassen nicht die zurückkehren, die uns bekämpft haben". Darüber lägen umfassende Informationen vor, sagte der selbsternannte Präsident weiter.

Kokojty wies zudem gezielte Zerstörungen überwiegend von Georgiern bewohnter Dörfer in Südossetien zurück. Die Dörfer seien bei Kämpfen zerstört worden, sagte Kokojty. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte erklärt, dass in Südossetien gezielt georgische Dörfer zerstört worden seien. Dies zeigten Satellitenbilder der Vereinten Nationen. (APA)

 

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