Schweizer Chaplin-Museum kann gebaut werden

1. September 2008, 18:08
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Bundesgericht weist Beschwerde von Anrainern ab

Lausanne - Das Schweizer Bundesgericht hat grünes Licht für das Chaplin-Museum in Corsier-sur-Vevey gegeben und die Beschwerde eines Anrainers abgewiesen. Laut den Museumsbetreibern soll das Bauprojekt noch in diesem Herbst öffentlich aufgelegt werden.

Das Waadtländer Verwaltungsgericht hatte die Beschwerde des Anrainers gegen den Quartierplan 2007 weitgehend abgewiesen. Einzig für eine zum Gelände führende Verbindungsstraße hatte es eine Tempobeschränkung auf 50 Stundenkilometer gefordert. Der Gang des Anrainers vors Bundesgericht ist nun ebenfalls erfolglos geblieben.

Charlie Chaplin hatte auf der "Domain de Ban", wo das Museum entstehen soll, die letzten 25 Lebensjahre verbracht. Auf dem Gelände sollen ständige Ausstellungsräume, ein Kino mit 200 Plätzen, Außenanlagen, eine Boutique und eine Brasserie entstehen.

Heutige Besitzer des Anwesens sind zwei luxemburgische Geschäftsleute. Das Museum soll von einer Aktiengesellschaft betrieben werden. Laut Yves Durant, einem Verantwortlichen des Museums, soll das Projekt im Hinblick auf die Baubewilligung noch in diesem Herbst öffentlich aufgelegt werden.

Bereits im vergangenen Frühjahr habe ein Architekturbüro seine Arbeit aufgenommen, trotz anhängigem Verfahren vor dem Bundesgericht. Man hoffe, 2009 mit den Bauarbeiten beginnen und das Museum 2010 eröffnen zu können. Für die Realisierung seien 30 bis 35 Millionen Franken notwendig. (APA/sda)

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