Kilimandscharo-Schmelze führt zu Hochwasser

1. September 2008, 17:25
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Betroffene Gebiete sonst eher dürregeplagt - doch jetzt kommt soviel Wasser vom Berg wie noch nie

Nairobi/Arusha - Die schmelzende Eiskappe des Kilimandscharo führt einem Zeitungsbericht zufolge zu Überschwemmungen in einer eigentlich für Dürre bekannten Region Tansanias. Straßen, Farmen und Häuser im Mwanga-Bezirk seien überschwemmt, berichtete die Zeitung "Arusha Times" am Montag.

Das Gebiet liegt etwa 100 Kilometer vom höchsten Berg Afrikas entfernt und verzeichnet selbst in der Regenzeit kaum Niederschläge, hieß es. Das zunächst unterirdisch versickernde Schmelzwasser komme bei Mtindi wieder an die Erdoberfläche und habe dort einen großen See gebildet, der nun über die Ufer trete.

Bauern und Bewohner des Bezirks berichteten, dass der Gletscher jedes Jahr in der Trockenzeit schmelze und die Region mit Wasser versorge. Solche Wassermengen wie jetzt habe es aber seit Jahrzehnten nicht gegeben. Das UN-Umweltprogramm UNEP und Umweltorganisationen haben in der Vergangenheit bereits wiederholt vor dem Rückgang der Gletscher als Folge des Klimawandels und den Auswirkungen auf die Bevölkerung in den angrenzenden Bergregionen gewarnt. (APA/dpa)

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