Bundestheater: Springers Vertrag wird verlängert

1. September 2008, 16:56
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Georg Springer bleibt, auch Josef Kirchbergers Vertrag dürfte verlängert werden

 

Wien - Georg Springer ist genauso lang in Amt und Würden wie Staatsoperndirektor Ioan Holender: seit 1991 als Generalsekretär des Bundestheaterverbandes, seit der Ausgliederung 1999 als Geschäftsführer der Holding. Und der Jurist wird die Ära Holender mit ziemlicher Sicherheit überdauern. Denn der Staatsoperndirektor hat im Sommer 2010 in Pension zu gehen; der 2009 auslaufende Vertrag von Springer hingegen wird, wie der Standard in Erfahrung brachte, ein weiteres Mal verlängert.

SPÖ-Kulturministerin Claudia Schmied hatte vor, Springer, 1946 geboren, zwei weitere Jahre zuzugestehen (bis Sommer 2011). Möglicherweise darf dieser aber auch bis zu seinem 66. Geburtstag bleiben. Das Ministerium wollte die Entscheidung auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

Springer war zuletzt mehrfach von ÖVP-Kultursprecher Franz Morak kritisiert worden. Denn der Holding-Chef erhielt bei der letzten Vertragsverlängerung eine Gehaltserhöhung (als Ausgleich für Reallohnverluste) - und seit 2007 erhält er zusätzlich auch die mit ihm ausverhandelten Gehaltserhöhungen der Mitarbeiter. Morak hält es für "unvereinbar, wenn der Vertreter der Arbeitgeber in Verhandlungen mit der Belegschaft von einem guten Verhandlungsergebnis der Arbeitnehmer selbst profitiert - und das aufgrund der Höhe seines Gehalts in einem weit höheren Ausmaß als die durchschnittlichen Mitarbeiter der Bundestheater." In den Beantwortungen zu zwei Anfragen von Morak verteidigte Schmied die Vorgangsweise.

Es ist anzunehmen, dass in der Folge auch der Vertrag von Josef Kirchberger, Chef der Theaterservicegesellschaft, um fünf Jahre verlängert wird. Die TSG-Bilanzen sind erneut hervorragend. (Thomas Trenkler, DER STANDARD/Printausgabe, 02.09.2008)

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    Georg Springer bleibt.

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