SPD fordert Gesetz gegen "Heuschrecken" in Medienunternehmen

1. September 2008, 15:31
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Gleichzeitig müsse die redaktionelle Qualität durch interne Statute gesichert werden, die den Journalistinnen und Journalisten einen verlässlichen Freiraum garantierten

SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan, befürwortet gesetzliche Regelungen zum Schutz deutscher Medien vor Finanzinvestoren. Es wäre zu überlegen, ob es für Unternehmen in der Medienbranche die Pflicht geben sollte, kurzfristige, rein kapitalmarktorientierte Schritte zu unterlassen und sich langfristig zu engagieren, sagte Schwan der "Berliner Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Gleichzeitig müsse die redaktionelle Qualität durch interne Statute gesichert werden, die den Journalistinnen und Journalisten einen verlässlichen Freiraum garantierten, sagte Schwan. "Das zunehmende Auseinanderfallen von Kapitalmacht und gesellschaftlicher Verantwortung in solchen Unternehmen, also das Agieren von "Heuschrecken", müssen wir gesetzlich angehen", betonte die SPD-Politikerin. (APA/dpa)

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