Datenpanne bei Beate Uhse

01. September 2008, 15:22

"Listen mit Tausenden E-Mail-Adressen" von Kunden öffentlich zugänglich

Eine Datenpanne bei Beate Uhse sorgt für Schlagzeilen. Laut einem Bericht von heise.de waren auf den Websites des Erotik-Konzerns "„Listen mit Tausenden E-Mail-Adressen" von Kunden öffentlich zugänglich. Die Daten wurden von Google indexiert, so das Online-Magazin. Ursache dürfte eine schlampiger Umgang mit Rechten auf einem Webserver gewesen sein. Realnamen oder Kontodaten finden sich allerdings nicht im Netz. Betroffen sind offenbar Kunden aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Auffällige Datei

Aufgedeckt wurde die Panne von einem Journalisten, der eine "auffällige Datei" über Google bei Domain lustkatalog.de entdeckt hatte. (red)

 

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22 Postings
Karl Smejkal
02.09.2008 15:36
verdammt

wenn das die freundin erfährt

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
02.09.2008 13:29
Panne

Hat sicher nur "aus ausschliesslich beruflichem Interesse" auf den Schweinderlseiten recherchiert, der Herr "Journalist"....!?
*LOL*

jackk 2
01.09.2008 21:31

wer nix zu verbergen hat, dürfte kein Problem damit haben..

ach nein, das ist ja das Argument wenns um andere Dinge geht die über dem persönlichen Recht auf Datenschutz stehen....

Edward NORTON
01.09.2008 17:51
"Datenpannen" sind ein klares Indiz dafür, dass

Datenmissbrauch tendenziell dann auftritt, wenn Daten überhaupt gesammelt werden.

Eine Binsenweisheit, verdient aber in Zeiten in welchen sorgsamster Umgang mit Daten suggeriert wird, nähere Betrachtung.

Der beste Schutz von Daten/Persönlichkeitsrechten ist immer noch Daten erst gar nicht zu sammeln.

Der Betroffene kann sich NICHT gegen elektronische Infrastrukturschwächen wehren, genauso ist er gegen Diebstahl von Innen (Insidejob) nicht gesichert, egal was Unternehmen und Behörden versprechen.

Eine breite Sensibilisierung der Leserschaft hinsichtlich dieser Problematik wäre angebracht, im derStandard empfiehlt sich daher der Printteil, anstatt nur vereinzelt über "Pannen" in der Onlinerubrik zu berichten.

Geronimo 02
02.09.2008 08:04
hallo

das problem wurde ja nur gestreift von ihnen.
jede firma versucht heute nur für den kleinsten furz möglichst viele daten von iihnen zu bekommen. von behörden ganz zu schweigen.
wie weit hier schon schindluder getrieben wird, ist den meisten ja nicht ansatzweise bekannt.
denn wer kann ihnen garantieren, dass mit all diesen daten nicht gehandelt und abgecasht wird. trotz all der dubiosen versprechungen. ganz zu schweigen eben von sorglosigkeit oder gar kriminellen handlungen.
und dann kommen so typInnen daher und sagen, elektronische wahlen sind sicher. jeder der sich auch nur ansatzweise damit beschäftigt kann sich ausmalen, welche möglichkeiten sich hier für "alle" auftun, oder?

Valerius 
02.09.2008 12:07

Natürlich wird abgecasht damit. Ich mein', wozu sonst sammeln.

Geronimo 02
03.09.2008 07:44
hallo

99% aller daten sind für 99% der firmen dotal sinnlos.
daher geldverschwendung im eigentlichen sinne.
und die wenigen, die mit den daten etwas anfangen können, sagen es nicht offen und zahlen daher für daten eine bagatelle ohne dann offenzulegen, was mit den daten wirklich geschieht.
und die bewegen sich nicht im graubereich, hier ist es schon tief schwarz/rot. aber da kommt dann von schwarz oder rot in eu nichts konstruktives, oder?

Para Dox
01.09.2008 20:06
Naja,

was du hier postest ist nur halb richtig und auf diesen Fall bezogen möglicherweise sogar falsch.

Wenn man z.B. einen monatlichen Beate Uhse Newsletter (weiß nicht, ob es den gibt) per Mail erhalten möchte, dann muss man seine E-Mail Adresse bekanntgeben und Beate Uhse muss diese speichern.

Genauso verhält es sich bei anderen Daten, die für eine Geschäftsabwicklung notwendig sind.

Edward NORTON
01.09.2008 20:21

Das Bewusstsein welches ich einfordere umfasst, zeitgemäße Techniken auch dort anzuwenden, wo Geschäftsabwicklungen betroffen sind. Man muss mit der Eventualität eines Datendiebstahls immer rechnen und präventiv Vorkehrungen treffen bevor der Fall eintritt. Keine emailadresse müsste heute im Klartext auf den servern geparkt sein.

Es fehlt hier ja nicht nur das Sicherheitsbewusstsein beim Endkunden. Wenn es den Endkunden aber erreicht, sehen sich auch die Anbieter gezwungen Strategien zu entwickeln und genau hier hake ich ein.

Para Dox
02.09.2008 10:39

>Keine emailadresse müsste heute im Klartext auf
>den servern geparkt sein.
Es ist anzunehmen dass ein relativ großer Versandhändler wie Beate Uhse seine E-Mail Adressen nicht in Text- oder HTML Files speichert, sondern in einer Datenbank (dadurch sind sie bereits nicht mehr auf triviale Art lesbar).

Vermutlich hat jemand eine Testroutine geschrieben, die E-Mail Adressen auflistet und diese Routine wurde irrtümlich in die Produktion übernommen. Verschlüsselung hätte in diesem und anderen denkbaren Fällen nichts geholfen.

Fußballgott Acimovic 
05.09.2008 17:38

Zitat: "Es ist anzunehmen dass ein relativ großer Versandhändler wie Beate Uhse seine E-Mail Adressen nicht in Text- oder HTML Files speichert, sondern in einer Datenbank (dadurch sind sie bereits nicht mehr auf triviale Art lesbar)."
xx
Ich hoffe wirklich sie sind nirgends für Security zustandig.
brrrr

Sammie DL
01.09.2008 16:53
"indexiert"?

was das ist?
was kommt noch: geindext?

tzzz

wavetable
02.09.2008 13:11
Das stimmt schon

Eigentlich war ich überrascht, dass dieser Begriff mal (richtig) verwendet wird. Normalerweise wird ja stattdessen "indizieren" verwendet, was aber in diesem Zusammenhang falsch wäre.

_cato
01.09.2008 17:43

das ist deutsch

Mac1984
01.09.2008 17:28

laut Duden:

in|de|xie|ren <sw. V.; hat> [zu ?Index ]: 1. (Fachspr.) einen ?Index, eine Liste von Gegenständen ...

"indexiert" ist dann also die Vergangenheitsform.

Was soll nun daran falsch sein?

Sammie DL
01.09.2008 20:26

indizieren.
schon vergessen?

der duden ist keine richtlinie, er ist nur eine sammlung der sprachlichen möglichkeiten und unmöglichkeiten.
alte regel: der duden hat sich nach uns zu richten, nicht umgekehrt

Mac1984
01.09.2008 20:47

dann kann man nur hoffen, daß wir keinen Mist daher reden, sonst steht es morgen im Duden..

Sammie DL
02.09.2008 00:01

eh, aber ich sag dir was, die frau gugl ist da noch viel gnadenloser, der entgeht gar nix, die listet jeden unfug ratzfatz auf.
die gugl ist ja eh der duden von heute

Tod durch Stadtbahnfahren
02.09.2008 07:40

die gugl ist deppat.
geb' ich ein: zwetschken frags mich ob ich zwetschgen mein'. NEIIIIN, mein ich NIIIICHT!!! ein österreichisches rezept verwendet keine "zwetschgen".

duke box
02.09.2008 21:25

nehmens halt ringlotten.

STOUITH
01.09.2008 16:35

Natürlich findet man Real-Namen. Entweder direkt oder mit etwas Google Recherche. Die Wohnadresse, Telefonnummer, der Arbeitsplatz usw. sind dann nicht mehr weit.

Aber wer nichts zu verbergen hat braucht sich ja auch nicht zu fürchten, sagt die Mitzi Tant immer.

sadfasd sdfasdfas
01.09.2008 19:54

in diesem Fall bin ich "Mitzi Tant".

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