Liebscher geht, Nowotny kommt

1. September 2008, 15:01
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Mit dem Amtsantritt des Ex-Bawag-Chefs beginnt eine neue Ära in der Notenbank, Gouverneur Liebscher verabschiedet sich nach 13 Jahren

Wien  - In der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hat am Montag eine neue Ära begonnen. Sowohl das Präsidium (Generalrat) als auch das Direktorium der Notenbank haben eine neue personelle Spitze erhalten. Neuer Präsident der OeNB wurde der langjährige Stahlkonzernboss Claus Raidl, zu seinem Stellvertreter der einstige PSK-Chef Max Kothbauer ernannt. Raidl löste den bisherigen Präsidenten Herbert Schimetschek ab.

Neuer Gouverneur der OeNB wurde der Sozialdemokrat und Ex-Bawag-Chef Ewald Nowotny. Er übernahm die Geschäfte von Klaus Liebscher, der sich mit dem heutigen Tage nach 13 Jahren an der Notenbankspitze - davon zehn Jahre als ihr erster Gouverneur - in die Pension verabschiedet hat. Nowotny ist damit auch Ratsmitglieder Europäischen Zentralbank (EZB).

Ernennungen auf fünf Jahre

Ebenfalls mit dem heutigen Tag wurde Andreas Ittner neu ins Direktorium der Nationalbank aufgenommen. Bereits am 11. Juli bzw. 15. Juli dieses Jahres begannen die neuen Funktionsperioden von Vizegouverneur Wolfgang Duchatcek und Direktor Peter Zöllner zu laufen, die verlängert worden waren. Alle Ernennungen erfolgten auf eine Dauer von fünf Jahren.

Für die Notenbank wünscht sich RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner, Mitglied des Generalrates, bald eine gesetzliche Ermächtigung für die OeNB, bei Bedarf Reserven aufbauen zu können. Bisher hatte die Notenbank selber praktisch nichts davon, wenn etwa Gold verkauft wurde, denn sie ist zur 90-prozentigen Gewinnabfuhr an den Bund verpflichtet.

"Jeder hat Interesse an einer starken Nationalbank", sagte Rothensteiner am Montag bei seiner Halbjahrespressekonferenz. Und er deponierte: Die OeNB sei keine Quelle der  (APA)

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    Neuer Gouverneur der OeNB ist Ex-Bawag-Chef Ewald Nowotny.

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