Geld zurück für Windows? Nur wenn Sie es nicht weitersagen...

1. September 2008, 14:46
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Lenovo stellt seltsame Anforderungen an jene, die für Windows-Lizenz keine Verwendung haben - Stillschweigeabkommen als Voraussetzung

Auch wenn die Situation in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist - wer sich heute einen Laptop kaufen will, kommt bei der absoluten Mehrzahl aller verfügbaren Geräte noch immer nicht um den impliziten Erwerb einer Windows-Lizenz herum. So zahlen auch jene für das Microsoft-Betriebssystem, die gar keine Verwendung dafür haben. Wem das nicht passt, der kann das Geld für die Lizenz vom Hersteller zurückfordern, so sagt es zumindest das Windows End User License Agreement (EULA).

Barrieren

Doch nicht alle Hersteller sehen das so, und so manchen verbinden dieses "Service" mit diversen Hindernissen. Ein prominentes Beispiel für ein solches Vorgehen liefert nun der PC-Hersteller Lenovo: So hatte der tschechischer Linux-Benutzer Kamil Paral eben jenen Weg beschritten, und das Windows-Lizenzgeld für seinen neuen Laptop zurückverlangt, die Antwort von Lenovo sorgte dann allerdings für einige Verblüffung.

NDA

Er könne die 78 Euro Rückerstattung durchaus haben, so das Unternehmen in einem Schreiben. Allerdings müsse er dafür auch ein Stillschweigeabkommen (Non Disclosure Agreement / NDA) unterzeichnen, durch das ihm die Kommunikation über den Deal verboten werden würde.

Verzicht

Paral verweigerte dies und entschloss sich auf die Rückzahlung zu verzichten. Statt dessen machte er die Geschichte auf Abilinux.cz publik. (red)

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